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Fehlende Betriebssteuerungen an alten Windenergieanlagen können hohe Schlagopferzahlen bei Fledermäusen verursachen

Fledermausschutz

Abstracts

Betriebssteuerungen zum Schutz von Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) werden erst seit der Etablierung bundeslandspezifischer Arbeitshilfen vor etwas über zehn Jahren praktiziert. Ungefähr zwei Drittel der aktuellen WEA auf dem Festland wurden vorher in Betrieb genommen und setzen daher keine fledermausfreundlichen Betriebssteuerungen um. Wir ermittelten modellhaft an zwei alten WEA, die 2001 auf der freien Feldflur installiert wurden, wie viele Schlagopfer derartige alte Anlagen generieren können. Systematische Schlagopfersuchen in zwei Sommermonaten erbrachten 37 Schlagopfer. Ein Experiment zur Bestimmung der Kadaverabtragrate ergab, dass 95 % aller Kadaver innerhalb von 24 Stunden abgetragen wurden. Unter Berücksichtigung der Kadaverabtragrate und der Sucheffizienz schätzten wir, dass mehrere Hundert Fledermäuse im Untersuchungszeitraum an den WEA getötet wurden. Aus Vergleichsgründen führten wir zeitgleich identische Untersuchungen an zwei neueren WEA durch, die mit Betriebssteuerung zum Fledermausschutz betrieben werden. An diesen WEA fanden wir keine Schlagopfer, obschon die vegetationsreichen Standorte eine höhere Aktivität und somit ein höheres Schlagrisiko vermuten ließen. Unsere Untersuchung unterstreicht, dass alte WEA ohne Betriebssteuerungen selbst an Offenlandstandorten hohe Schlagopferzahlen generieren können. Die Einführung einer Betriebssteuerung zum Fledermausschutz sollte an Altanlagen möglichst umgehend erfolgen, um aktuelle Bestandsrückgänge von Kollisionsarten aufzuhalten.

Bat protection – Missing curtailments for old wind turbines can cause a high number of casualties

Curtailment measures for the protection of bats around wind turbines (WT) have only been practiced since the corresponding guidelines were established more than 10 years ago. About two thirds of onshore WT were commissioned before then and therefore operate without curtailments. As a model, we estimated the number of bat carcasses at two old WT that have been operating since 2001 without curtailment on a plain arable field. We found 37 carcasses during systematic searches conducted over a two-month period. An experiment revealed that 95 % of all carcasses were removed by scavengers within 24 hours. Accounting for carcass removal and search efficiency suggested that several hundred bats were killed at the focal WT during the study period. For comparison, we conducted identical surveys at recently installed WT that operate with curtailments to protect bats. We did not find any carcasses at these WT, although we expected a high collision risk for bats at this site because of the forest structure. Our study underscores that old WT operating without curtailment can generate high numbers of casualties even on open farmland sites. Curtailment procedures should be implemented as soon as possible for old WT to stop the recently observed population declines in high collision risk species.

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Schlagopfer eines Großen Abendseglers(Nyctalus noctula) an einer alten Windkraftanlage, die aktuell ohne Betriebssteuerung zum Fledermausschutz betrieben wird (Voigt et al. 2022).
Schlagopfer eines Großen Abendseglers(Nyctalus noctula) an einer alten Windkraftanlage, die aktuell ohne Betriebssteuerung zum Fledermausschutz betrieben wird (Voigt et al. 2022).Christian C. Voigt
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Eingereicht am 01.01.2023, angenommen am 01.07.2023

1 Einleitung

Die Energieproduktion aus Windkraft ist ein wesentliches Element der bundesdeutschen Wende zu erneuerbaren Energieträgern (GWEC 2023, Mackensen 2019). Windenergieanlagen (WEA) töten jedoch durch Schlag sowohl Vögel als auch Fledermäuse (Brinkmann et al. 2011, Thaxter et al. 2017, Trapp et al. 2002, Voigt et al. 2015, 2022). Schlagopfer von Fledermäusen sind besonders während der Migrationszeit und insbesondere bei Vertretern zweier ökologischer Gilden zu verzeichnen: Offenraumjäger, zu denen in Deutschland der Große Abendsegler gehört, und Strukturrandjäger, zu denen in Deutschland alle Arten der GattungPipistrellus zählen (Dürr 2021, Rydell et al. 2010, Voigt et al. 2022). Der Schlag von Fledermäusen an WEA kann potenziell zu Bestandsrückgängen in den Herkunftspopulationen führen (Frick et al. 2017, Friedenberg & Frick 2021, Zahn et al. 2014). Fledermäuse sind jedoch in Deutschland gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 14b BNatSchG sowie im unionsrechtlichen Sinn nach Anhang IV der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG), darunter fünf Fledermausarten nach Anhang II, streng geschützt. Dieser Schutz beinhaltet artenschutzrechtliche Zugriffsverbote nach § 44 BNatSchG. Zudem fordern diese Gesetze und das bindende UNEP/EUROBATS-Abkommen einen guten Erhaltungszustand für alle Fledermausarten. Aufgrund der Rechtslage ist ein Genehmigungsverfahren mit artenschutzrechtlicher Prüfung bei Bau und Betrieb von WEA notwendig. Die aktuelle Anwendungspraxis des revidierten BNatSchG ist noch unklar, da die unionsrechtliche Konformität geprüft werden muss.

Genehmigungsverfahren berücksichtigen erst nach der Etablierung bundeslandspezifischer Arbeitshilfen seit ungefähr 2011 die Belange des Fledermausschutzes (Hurst et al. 2015, Köppel et al. 2014, Veith et al. 2023). Vor diesem Zeitpunkt wurden in der Regel keine Betriebssteuerungen für den Fledermausschutz beauflagt. Daher laufen Altanlagen ohne Betriebssteuerung zum Fledermausschutz. Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende schätzte für 2019, dass 75 % der WEA auf dem deutschen Festland ohne Betriebssteuerungen für den Fledermausschutz operieren (KNE 2020). Eine unabhängige Umfrage bei Akteuren der Genehmigungsverfahren kam zu demselben Schluss (Fritze et al. 2019). Eine aktuelle Berechnung des KNE ergab, dass mit Stand 2022 18.400 Alt-WEA ohne Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz betrieben werden. Somit wird seit der Etablierung der Arbeitshilfen erst knapp ein Drittel aller WEA mit Steuerungskriterien für den Fledermausschutz betrieben (KNE 2023). An den verbleibenden zwei Drittel der Alt-WEA können potenziell hohe Schlagopferzahlen anfallen. Eine Untersuchung an drei WEA, die seit 2001 ohne Betriebssteuerungen operieren, ergab, dass dort in zwei Sommermonaten mehr als 200 Fledermäuse zu Tode kamen (Voigt et al. 2022). Melber und Kollegen zitierten zudem das baden-württembergische Umweltministerium, welches auf Verbandsanfrage nach dem Umweltinformationsgesetz aussagte, in diesem Bundesland würden durchschnittlich 15 Fledermäuse pro WEA und Jahr versterben (Melber et al. 2023). 80 % der Schlagopfer prognostizierte das Landesministerium für Alt-WEA, die ohne Betriebssteuerung zum Fledermausschutz operieren. Würde auf die beauflagten Betriebssteuerungen auch bei neueren WEA verzichtet werden, ergäbe sich gemäß dem Landesministerium eine Schlagopferzahl von 33 getöteten Fledermäusen pro WEA und Jahr (Melber et al. 2023). Fehlende Betriebssteuerungen an WEA könnten ursächlich für die aktuell beobachteten Bestandsrückgänge von schlaggefährdeten Arten wie dem Großen Abendsegler an den Randzonen des bundesdeutschen Verbreitungsschwerpunkts sein (BfN 2018, König & König 2009, Printz et al. 2021).

In Brandenburg, dem Untersuchungsgebiet dieser Studie, wurden in der Vergangenheit zwei alternative Verfahren zur Implementierung von Betriebssteuerungen an WEA umgesetzt. Bei einem Teil der Anlagen wurden starre Betriebskriterien (etwa saisonaler Betrieb bei Nacht erst ab 5 m/s Windgeschwindigkeit) eingeführt, deren Wirksamkeit durch Schlagopfersuchen überprüft wurde. Bei derartigen Schlagopfersuchen wird ein festgelegter Bereich um die WEA (häufig eine kreisförmige Fläche mit einem Radius von 50 m) nach Kadavern abgesucht (Hull & Muir 2010, Niermann et al. 2011, Rodrigues et al. 2014). Die Ineffizienz der Sucher und der Abtrag von Kadavern durch Beutegreifer verringert die Genauigkeit der Schätzwerte, sodass durch separate Experimente diese beiden Faktoren berücksichtigt werden müssen (Dalthorp et al. 2018, Huso et al. 2016). Bei neueren Anlagen wird nach Beauflagung starrer Betriebskriterien ein betriebsbegleitendes Monitoring mit Ultraschalldetektoren im Gondelbereich der WEA durchgeführt (Brinkmann et al. 2011), um das Tötungsrisiko für Fledermäuse abzuschätzen. Im Rahmen dieses Gondelmonitorings werden Umweltvariablen identifiziert, die eine hohe Fledermausaktivität bedingen. Basierend auf Referenzanlagen werden dann Steuerungskriterien für den Betrieb der WEA festgelegt, die die theoretische Schlagopferzahl auf maximal 1–2 Individuen pro Jahr und WEA reduzieren (Behr et al. 2017, Brinkmann et al. 2011, Veith et al. 2023). Üblicherweise wird dabei auf eine Kadaversuche zur Überprüfung der Wirksamkeit der Betriebssteuerungen verzichtet (Hurst et al. 2015, Veith et al. 2023).

In der vorliegenden Studie stellen wir erstens die Frage, ob hohe Schlagopferzahlen an alten WEA nur an ungeeigneten Standorten mit einer hohen Habitatheterogenität und einem hohen Vegetationsanteil zu beobachten sind, wie es in einer aktuellen Publikation diskutiert wurde (Voigt et al. 2022). Um diese Frage zu klären, führten wir Schlagopfersuchen an einem alten Windpark mit zwei WEA durch, die in der offenen Feldflur standen, sodass eine Anlockwirkung der Umgebung auf Fledermäuse unwahrscheinlich scheint. Schlagopfersuchen aus dem Jahr 2015 wiesen darauf hin, dass potenziell auch an diesem Windpark eine hohe Schlagopferzahl zu verzeichnen ist (Ittermann 2016). Allerdings fehlten in dieser Studie Experimente zur Ermittlung der Kadaverabtragrate und der Sucheffizienz, sodass keine genaue Schätzung der Schlagopferzahl durchgeführt werden konnte. Darüber hinaus führten wir identische Untersuchungen an weiteren WEA, die mit Steuerungskriterien zum Fledermausschutz betrieben werden, durch. An diesen Anlagen erwarteten wir aufgrund des Standorts in einer Kiefernkultur eine hohe Fledermausaktivität (Rodrigues et al. 2014). Da die aktuell in Deutschland praktizierten Betriebssteuerungen über Forschungsprojekte an Offenlandstandorten etabliert wurden (Behr et al. 2017, Brinkmann et al. 2011), könnten diese eventuell an Waldstandorten unwirksam sein. Tatsächlich wurde die Wirksamkeit von Betriebssteuerungen für WEA an Waldstandorten bis dato noch nicht wissenschaftlich überprüft oder bewertet (Veith et al. 2023). Wir untersuchten daher zeitgleich zum Offenlandstandort, ob die Betriebssteuerungen von WEA an Waldstandorten wirksam sind, wenn ein höherer Vegetationsanteil eine höhere Schlagwahrscheinlichkeit für Fledermäuse an WEA zur Folge hat.

2 Material und Methoden

2.1 Studiengebiet

Für diese Studie wurden jeweils zwei WEA (nachfolgend Fokus-WEA) in zwei Windparks in den brandenburgischen Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald (etwa 50 km südöstlich von Berlin) im August und September 2022 untersucht. Die beiden Windparks liegen 20 km voneinander entfernt. Der Windpark Groß-Rietz (Landkreis Oder-Spree) besteht aus zwei WEA des Typs Enercon E-66 (1,8 MW/Turbine, Nabenhöhe 86 m, Rotordurchmesser 66 m), welche sich in einem Abstand von 200 m zueinander im Offenland mit prägender ackerbaulicher Nutzung befinden (Abb. 1). In der unmittelbaren Nähe der WEA (< 250 m) fehlen jegliche kleinteilige Landschaftselemente wie Hecken, Baumreihen oder Büsche. Die beiden WEA wurden 2001 errichtet und werden seitdem ohne Betriebssteuerung zum Fledermausschutz betrieben. Der Windpark Ullersdorf (Landkreis Dahme-Spree) besteht aus 18 WEA, von denen zwei nebeneinander liegende Fokus-WEA untersucht wurden. Diese stehen in einem Abstand von etwa 600 m zueinander in einem Gebiet mit hohem Vegetationsanteil (Forstkultur). Bei den WEA des Windparks Ullersdorf handelt es sich um Anlagen des Typs Nordex N117/2400 (2,4 MW/Turbine, Nabenhöhe 141 m, Rotordurchmesser 117 m), welche seit 2014 mit Betriebssteuerung zum Fledermausschutz betrieben werden. Die Betriebsdaten lagen zur Analyse nicht vor.

2.2 Systematische Schlagopfersuche

An den Fokus-WEA der beiden Untersuchungsstandorte wurden im Jahr 2022 systematische Schlagopfersuchen durchgeführt. Der Untersuchungszeitraum beschränkte sich auf August und September, da in diesem Zeitraum aufgrund der saisonalen Migrationsbewegungen der Fledermäuse die höchsten Schlagopferzahlen zu verzeichnen sind (Heim et al. 2016, Rydell et al. 2010). Im Untersuchungszeitraum wurden die Flächen innerhalb eines Radius von 50 m zum Mastfuß von einem erfahrenen Sucher durchschnittlich alle zwei Tage abgesucht (Groß-Rietz: 32 Suchen, Ullersdorf: 25 Suchen). Die Suche begann am frühen Morgen zwischen 5.30 und 7.30 Uhr, wobei die Suchdauer für die jeweilige WEA bei ungefähr 30 min konstant gehalten wurde. Die Suchfläche wurde in Teilflächen mit unterschiedlicher Sichtbarkeit unterteilt (1 = sehr gut einsehbar: Bodenoberfläche sichtbar, sehr kurze Vegetation oder versiegelte Flächen, 2 = gut einsehbar: maximal knöchelhohe Vegetationsschicht, 3 = nicht einsehbar: hohe oder dichte Vegetation, Bebauung). Der prozentuale Anteil dieser Teilflächen an der Gesamtsuchfläche wurde für jede WEA ermittelt und in die Analyse mit einbezogen.

2.3  Ermittlung der Suchereffizienz

Um die Suchereffizienz zu ermitteln, wurden in einem Experiment Kadaver ausgelegt. Danach wurde bestimmt, wie viele der ausgelegten Kadaver von Suchern gefunden wurden (Huso et al. 2016, Niermann et al. 2011, Smallwood et al. 2010). Hierzu nutzten wir jeweils zehn frische Mauskadaver (Myodes glareolus ), welche in Größe und Farbe Fledermäusen ähnelten. Wir betrachten Mäusekadaver als geeigneten Ersatz für Fledermausschlagopfer, da frühere Studien in Europa gezeigt haben, dass die Verweildauer und die Entdeckungswahrscheinlichkeit von Kadavern bei diesen Taxa ähnlich sind (Barros et al. 2022, Niermann et al. 2011). Die Ablageposition wurde im Vorfeld des Experiments mit der Software R (R Core Team 2021) zufällig innerhalb des Suchradius festgelegt, wobei darauf geachtet wurde, dass alle drei Sichtbarkeitsklassen abgedeckt wurden. Die Kadaver wurden oberflächlich abgelegt. Für die Kadaversuche nutzten die Sucher ähnliche Laufwege und einen ähnlichen Zeitaufwand wie bei der eigentlichen Schlagopfersuche. Der Suchereffizenzversuch erfolgte innerhalb des Untersuchungszeitraums oder zeitnah dazu, um gleiche Bedingungen zum Beispiel bezüglich der Vegetationsdecke zu gewährleisten.

2.4 Bestimmung der Kadaverabtragsrate

Die Kadaverabtragsrate hat einen Einfluss auf die Auffindbarkeit von Schlagopfern. So werden Kadaver durch verschiedene Beutegreifer wie Krähenvögel, Reiher und Mesokarnivore gefressen, von Aaskäfern eingegraben oder sie verschwinden durch Verwesung (Niermann et al. 2011). Da Witterungsbedingungen, Artengemeinschaften und Beutegreifer regional variieren, wurden die Kadaverabtragsraten für jeden Untersuchungsstandort separat bestimmt. Hierfür wurden jeweils zehn Mäusekadaver auf den Suchflächen der vier WEA deponiert. Die Präsenz der Kadaver wurde dann in den nachfolgenden Tagen (Tag 1, 2, 4, 6, 7, 8, 9 und 10) kontrolliert. War ein Kadaver am Ende des Experiments (Tag 10) immer noch vorhanden, wurde dieser als verbleibend und somit als „unendlich“ definiert.

2.5 Abschätzung der dichtegewichteten Anteile

Die Verteilung von Fledermaus-Schlagopfern (nachfolgend Kadaverdichte) hängt von der Entfernung zum Mastfuss sowie der Anlagenhöhe ab (Hull & Muir 2010). Ebenfalls muss die tatsächlich abgesuchte Fläche innerhalb des Suchradius beachtet werden. Der dichtegewichtete Anteil der Kadaver ist der erwartete Anteil der Kadaver, der auf der abgesuchten Fläche gefunden wurde. Der Wert des dichtegewichteten Anteils liegt zwischen 0 und 1, wobei 1 bedeutet, dass alle Schlagopfer im tatsächlich abgesuchten Bereich erwartet werden. Die Kadaverdichte wurde für jede WEA berechnet. Dafür nutzten wir die mittels GPS-Geräten aufgenommenen Suchstrecken der Sucher. Die tatsächlich abgesuchte Fläche wurde dann in Relation zu dem erwarteten Fallradius der Schlagopfer gesetzt. Für die WEA mit kürzeren Rotorblattlängen (Windpark Groß-Rietz) nahmen wir an, dass alle Kadaver innerhalb des 50-m-Suchradius fallen würden. Für die WEA mit größeren Rotorblattlängen (Windpark Ullersdorf) wurde basierend auf den Untersuchungen von Hull & Muir (2010) angenommen, dass 90 % der getöteten Fledermäuse innerhalb des 50-m-Suchradius fallen würden. Basierend auf den einsehbaren Flächen (Sichtbarkeitsklassen 1 und 2) innerhalb des 50-m-Suchradius ergaben sich somit dichtegewichtete Anteile von 1 für die beiden WEA im Windpark Groß-Rietz und 0,56 und 0,44 für die beiden WEA im Windpark Ullersdorf.

2.6 Modellierung der Fledermausschlagopferzahlen

Die Schlagopferschätzung an den einzelnen WEA basierte auf den tatsächlich gefundenen Schlagopfern sowie den Daten zur Sucheffizenz, der Kadaverabtragsrate sowie den Daten zum dichtegewichtete Anteil der Schlagopfer um die WEA (Korner-Nievergelt et al. 2011). Zur Abschätzung der tatsächlichen Fledermaus-Schlagopferzahl nutzten wir das für diesen Zweck aktuell am häufigsten genutzte R-Paket „GenEst“ (Dalthorp et al., 2018). „GenEst“ (Englisch „generalized estimator of mortality“) dient der Schätzung der Mortalität von Vögeln und Fledermäusen an WEA. Unsere Modellrechnungen basierten auf folgenden Grundparametern: (1) eine Kadavergrößenklasse (Fledermäuse), (2) drei Sichtbarkeitsklassen innerhalb des 50-m-Suchradius und (3) eine Jahreszeit (August bis September).

Für eine bessere Einordnung der Ergebnisse führten wir eine Sensitivitätsanalyse durch. So wurden für den Windpark Groß-Rietz, an dem wir eine relativ hohe Abtragsrate experimentell ermittelten, die Berechnungen mit einer mittleren Abtragsrate (Kadaverabtragsdaten vom Zweitstandort Ullersdorf) sowie einer simulierten niedrigen Abtragsrate wiederholt (Abb. 2). Darüber schätzten wir, ob die im Rahmen des lokalen Experiments ermittelten Kadaverabtragsraten das Ergebnis stark beeinflussten. Im Rahmen der Schlagopfersuche am Windpark Ullersdorf wurde kein Fledermausschlagopfer gefunden. Für den Windpark Ullersdorf überprüften wir daher, ob die Ergebnisse der Schlagopferschätzungen auch bei einem angenommenen Fund von einem oder zwei Kadavern stabil bleiben würden.

In allen Szenarien wurde angenommen, dass sich die Effizienz der Sucher bei jeder weiteren Suche nicht proportional ändern würde (kFixed = 0). Die endgültige Schlagopferschätzung mit GenEst basierte auf 1.000 Simulationen. Die vollständige Analyse und die benutzerdefinierten R-Skripte können über ein Datenarchiv unter folgendem Link abgerufen werden: https://doi.org/ 10.5281/zenodo.8113406.

3 Ergebnisse

3.1 Schlagopferfunde

An den zwei WEA des Windparks Groß-Rietz wurden im August und September 37 Schlagopfer entdeckt. Insgesamt wurden bei 16 der 32 Suchen Kadaver gefunden, wobei die Anzahl der pro Tag gefundenen Schlagopfer zwischen 1 und 6 Exemplaren variierte (im Mittel 2,3 Schlagopfer pro Suche mit mindestens einem Fund). Die 37 Kadaver gehörten zu folgenden Arten (geordnet nach abnehmender Häufigkeit): Großer Abendsegler (16 Individuen), Mückenfledermaus (10), Rauhautfledermaus (5), Kleinabendsegler (3) und Zwergfledermaus (3). Die Schlagopfer verteilten sich dabei gleichmäßig über beide untersuchten WEA dieses Offenlandwindparks. Innerhalb der Sichtbarkeitsklasse 2 (absuchbar, geprägt von niedriger Vegetation) wurden jedoch nur Fledermäuse der GattungNyctalus , vor allem Große Abendsegler gefunden (Tab. 1). An den zwei Fokus-WEA des Windparks Ullersdorf wurde im zweimonatigen Zeitraum kein Fledermausschlagopfer gefunden.

3.2 Modellierung der Fledermausschlagopferzahlen

Im Rahmen des Suchereffizienzexperiments wurden sieben von 20 ausgelegten Kadavern an den WEA des Windparks Groß-Rietz und sechs von 20 Kadavern an den WEA des Windparks Ullersdorf gefunden. Daraus berechnete sich eine gemittelte Erfolgsquote von 28 % für die experimentell ausgelegten Kadaver.

Im Windpark Groß-Rietz verschwanden 19 der 20 experimentell ausgelegten Kadaver bereits nach der ersten Nacht (Abb. 2 A, „hoch“). Im Vergleich dazu waren es im Windpark Ullersdorf nur sechs von 20 (Abb. 2 B, „medium“).

Die Ergebnisse der Schlagopferschätzungen variierten stark zwischen den beiden Windparks (Tab. 2). Die Schlagopferschätzung für die WEA des Windparks Groß-Rietz lag mit 741 Schlagopfern relativ hoch; allerdings war dieser Schätzwert mit einem hohen Vertrauensintervall behaftet (90 % Konfidenzintervall: 192 - 5 Millionen). Aufgrund des großen Konfidenzintervalls überprüften wir die Robustheit des Ergebnisses mithilfe einer Sensitivitätsanalyse. Hierfür nutzten wir eine mittlere und eine geringe Kadaverabtragsrate (Abb. 2). Unter Berücksichtigung dieser Daten ergab sich bei mittlerer und geringer Abtragsrate ein Wert von 138 (90 % CI: 83, 283) und 114 (90 % CI: 70, 240) Schlagopfern für den zweimonatigen Untersuchungszeitraum. Bei allen drei Schätzwerten teilten sich die Schlagopfer gleichmäßig auf beide WEA auf. Der konservative Schätzwert bei einer mittleren Kadaverabtragsrate ergab einen Schätzwert von 69 Fledermausschlagopfern pro WEA im zweimonatigen Untersuchungszeitraum.

Da an den WEA des Windparks Ullersdorf keine Fledermausschlagopfer während des zweimonatigen Untersuchungszeitraums gefunden wurden, konnte für den Originaldatensatz auch kein Modell gerechnet werden. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse nahmen wir daher ein und zwei Schlagopferfunde bei gleich bleibender Kadaverabtragsrate an. Die Ergebnisse zeigten, dass bei einem hypothetischen Schlagopferfund vier Schlagopfer für die beiden WEA im Untersuchungszeitraum geschätzt wurden. Bei zwei hypothetischen Schlagopferfunden wurden acht Schlagopfer für die beiden WEA im Untersuchungszeitraum geschätzt (Tab. 1).

Wir führten beispielhaft Schlagopfersuchen an zwei alten WEA, die ohne Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz liefen, und an zwei neueren WEA mit Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz durch.

4 Diskussion

4.1 Schlagopferschätzungen an Alt-Windenergieanlagen ohne Betriebssteuerungen

An den Alt-WEA im Windpark Groß-Rietz fanden wir eine relativ hohe Zahl von Schlagopfern (37 getötete Fledermäuse in zwei Monaten). Der Große Abendsegler war die häufigste Fledermausart unter den Schlagopfern, gefolgt von Vertretern der GattungPipistrellus . Eine frühere Schlagopfersuche, die 2015 zwischen Anfang August bis Anfang Oktober am selben Standort durchgeführt wurde, erbrachte insgesamt 17 Schlagopfer (Ittermann 2016). Davon gehörten die meisten zur Art Mückenfledermaus (7 Individuen), gefolgt von Großem Abendsegler (3) und Rauhaut- und Zweifarbfledermaus (jeweils 2). Somit deckt sich das damalige Artenspektrum relativ gut mit dem der aktuellen Studie.

Der Umstand, dass auf Teilflächen mit eingeschränkter Einsehbarkeit nur die relativ großen Kadaver von Großem Abendsegler und Kleinabendsegler gefunden wurden, deutet darauf hin, dass kleinere Kadaver leicht übersehen werden (Barrientos et al. 2018, Dominguez et al. 2020). Die Sucheffizienz lag jedoch mit 28 % im Rahmen dessen, was an anderen Standorten und mit anderen Suchern beobachtet wurde (Niermann et al. 2011, Voigt et al. 2022). Unter Berücksichtigung der Sucheffizienz und der Kadaverabtragsrate schätzten wir relativ hohe Schlagopferzahlen (741 an zwei WEA in zwei Monaten) für den Windpark Groß-Rietz. Die Schätzwerte hatten jedoch eine relativ hohe Streuung, die sich potenziell aus der hohen Kadaverabtragrate ergeben könnte. 95 % der experimentell ausgelegten Mäusekadaver wurden innerhalb von 24 Stunden, vermutlich von Krähenvögeln oder Graureihern, abgetragen. Möglicherweise suchen lokale Beutegreifer diesen Windpark aufgrund des hohen Schlagrisikos für Fledermäuse und der guten Einsehbarkeit vermehrt auf. Da die hohe Kadaverabtragrate die Präzision des Schätzwertes verschlechterte, führten wir eine Sensitivitätsanalyse durch. Hierzu wiederholten wir die Schätzung in einem zweiten Verfahren, nutzten aber eine geringere Kadaverabtragsrate, die vom zweiten Untersuchungsstandort stammte und früheren Untersuchungen stärker ähnelte (Voigt et al. 2022). Diese Schlagopferschätzung ergab ebenfalls hohe Schlagopferzahlen (138 Schlagopfer an zwei WEA), die Vertrauensintervalle waren jedoch wesentlich kleiner. Aufgrund der hohen Zahl aufgefundener Schlagopfer vermuten wir jedoch, dass die tatsächliche Schlagopferzahl an den Alt-WEA des Windparks Groß-Rietz mehrere Hundert Tiere im zweimonatigen Zeitraum betrug.

4.2 Schlagopferschätzungen an neueren Windenergieanlagen mit Betriebssteuerungen am Beispiel des Windparks Ullersdorf

Am Windpark Ullersdorf konnten wir keine Schlagopfer finden, obschon wir aufgrund des hohen Vegetationsreichtums mit einem hohen Schlagrisiko von Fledermäusen rechneten (Reusch et al. 2023). Die Simulation von einigen wenigen Funden erbrachte ebenfalls niedrige Schätzwerte, sodass wir davon ausgehen, dass der fehlende Nachweis eines Fledermausschlagopfers indiziert, dass mit großer Wahrscheinlichkeit keine Fledermaus an diesen WEA im zweimonatigen Untersuchungszeitraum getötet wurde. Leider standen uns die Daten zur Betriebssteuerung nicht zur Verfügung, sodass wir nicht quantifizieren können, ob sich die WEA in der Nacht vor den Schlagopfersuchen drehten. Der fehlende Nachweis von Schlagopfern an diesen Anlagen kann jedoch nicht ohne Weiteres auf das restliche Jahr übertragen werden. Möglicherweise greifen die Betriebssteuerungen außerhalb des Untersuchungszeitraums und zu anderen Witterungsbedingungen weniger gut. Daher können wir nicht ausschließen, dass unter anderen Umständen nicht doch an diesem Standort Fledermäuse von den WEA geschlagen werden. Wir weisen zudem darauf hin, dass das Schlagrisiko an WEA, die an Waldstandorten stehen, nur eines von vielen Problemen der Windenergieproduktion in Wäldern ist. Weitere Probleme, die in diesem Beitrag nicht näher thematisiert werden, betreffen die Umwandlung von Waldflächen in Schotterflächen mit verdichteten Böden (Hurst et al. 2015, Quentin & Tucci 2022), die Erhöhung des Waldrandanteils, welche den Anteil an kollisionsgefährdeten Strukturrandjägern erhöhen kann (Hurst et al. 2015) sowie die Vergrämung von Waldfledermäusen durch den Betrieb der WEA (Ellerbrok et al. 2022, Gaultier et al. 2023, Reusch et al. 2023).

4.3 Windenergieanlagen mit und ohne Betriebssteuerungen für den Fledermausschutz

Zahlreiche Studien belegen, dass Betriebssteuerungen für den Fledermausschutz eine wirksame Maßnahmen an WEA darstellen, um die Anzahl getöteter Fledermäuse zu reduzieren (Arnett et al. 2011, Brinkmann et al. 2011, M ntoiu et al. 2020). Unsere Untersuchung legt den Schluss nahe, dass Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz auch in Forstkulturen wirksam sein können. Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz werden allerdings erst nach der Etablierung von Arbeitshilfen regelmäßig umgesetzt, sodass Alt-WEA, die vor dem Jahr 2011 in Betrieb genommen wurden, in der Regel ohne Betriebssteuerungen operieren. Die aktuell vorgestellten Schlagopferuntersuchungen stimmen mit früheren Studien und Hochrechnungen überein. Alle diesbezüglichen Studien bestätigen, dass Alt-WEA hohe Schlagopferzahlen generieren können (Baden-Württemberg 2022, zitiert in Melber et al. 2023, Voigt et al. 2022). Obschon sich unsere Ergebnisse nicht auf alle alten WEA übertragen lassen, weist die vorliegende Studie auf das hohe Gefährdungspotenzial für Fledermäuse an alten WEA hin. Unsere aktuelle Studie unterstreicht zudem, dass eine pauschale Bewertung einer strukturarmen Landschaft als fledermausarm unzutreffend ist. Vielmehr weisen die hohen Schlagopferzahlen am Windpark Groß-Rietz darauf hin, dass immer ein Anfangsverdacht auf hohe Fledermausaktivität und somit ein signifikant erhöhtes Schlagrisiko vorausgesetzt werden muss.

4.4 Synthese

Die Schlagopfersuchen an zwei alten WEA im Windpark Groß-Rietz ergaben mit mehr als 18 Schlagopfern pro WEA in zwei Monaten eine hohe Zahl an aufgefundenen Fledermauskadavern. Die daraus berechneten hohen Schlagopferschätzungen sind mit der hohen Fundzahl stimmig. Eine hohe Kadaverabtragrate durch Beutegreifer, die sich vermutlich aus der hohen Schlagopferzahl und der guten Einsehbarkeit der offenen Feldflur erklärt, verursachte jedoch eine hohe Varianz im Schätzwert. Ein konservatives Simulationsmodel erbrachte eine geringere Varianz um den Schätzwert. Dieser Schätzwert war zwar um ein Fünftel niedriger als der ursprüngliche Wert, jedoch lag der Schätzwert mit ungefähr 70 getöteten Fledermäusen pro WEA immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Am vegetationsreichen Untersuchungsstandort konnte im selben Suchzeitraum kein Schlagopfer gefunden werden, was auf eine wirksame Betriebssteuerung für den Fledermausschutz hindeutet. Wir fordern eine Anpassung des Betriebsmodus von Alt-WEA, die in der Regel ohne Betriebssteuerungen zum Fledermausschutz operieren, entsprechend den aktuell geltenden Länderleitfäden. Die Neubewertung sollte unabhängig von der geplanten zukünftigen Repowering-Maßnahme erfolgen, um möglichst rasch die Schlagopferzahlen an den Alt-WEA zu reduzieren. Dies wäre eine wichtige und sehr wirksame Maßnahme, um den sich abzeichnenden Bestandsrückgängen der Kollisionsarten entgegenzuwirken.

Literatur

Aus Umfangsgründen steht das ausführliche Literaturverzeichnis unter Webcode NuL2231 zur Verfügung.

Dank

Wir danken Dr. Gudrun Wibbelt für die Dokumentation und teilweise Identifizierung der Arten sowie Herrn Markus Melber für die Kommentierung des Manuskripts.

Fazit für die Praxis

  • Alte WEA, die vor der Etablierung von Länderleitfäden gebaut wurden, können hohe Schlagopferzahlen generieren, da sie in der Regel ohne Betriebssteuerungen für den Fledermausschutz laufen.
  • Hohe Schlagopferzahlen können auch an WEA entstehen, die an vegetationsarmen Offenlandstandorten stehen.
  • Eine Anpassung des Betriebs alter WEA an die aktuellen Länderleitfäden ist dringend geboten, um eine hohe Schlagopferzahl von Fledermäusen zu vermeiden.
  • Hohe Kadaverabtragraten können die Genauigkeit des Schätzwertes bei der Schlagopferberechnung verschlechtern.
Kontakt
Dr. Carolin Scholz arbeitet als Wildtierbiologin und Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, wo sie sich vor allem mit dem Antworterhalten von Wildtieren auf menschliche Einflüsse beschäftigt. Unterstützt neben der Lehre an der Universität Potsdam im Rahmen des Graduiertenkollegs BIOMOVE Projekte zum Thema Bewegungsökologie und Biodiversität. Forschungsschwerpunkt aktuell: artenschutzrelevante Untersuchungen, unter anderem im Kontext zu Fledermäusen und Windenergieausbau sowie Fledermäuse im Stadtlebensraum.
> scholz@izw-berlin.de


Lutz Ittermann
ist seit 1990 Mitarbeiter einer unteren Naturschutzbehörde und in dieser Funktion derzeit für Artenschutzfragen zuständig. Seit 1985 ehrenamtlich im praktischen Naturschutz aktiv. Als überregional anerkannter Fledermausexperte besonderes Engagement in praktischem Fledermausschutz und Fledermausforschung. Seit 1986 Arbeit als ehrenamtlicher Fledermausberinger und Quartierbertreuer. 
> Lutz.Ittermann@landkreis-oder-spree.de


Nivo Brunkow
schloss eine Ausbildung als Forstwirt ab, bevor er im Jahr 2000 zum beruflichen Naturschutz in den Naturpark Schlaubetal (Brandenburg) wechselte. Hier ist er unter anderem im Bereich des Fledermausmonitorings sowie der Akzeptanzsteigerung von Fledermäusen in der Bevölkerung tätig. Seit 2013 ist er zertifizierter Fledermausberinger. Zudem hat er zuletzt ein Studium im Bereich Landschaftsnutzung und Naturschutz abgeschlossen.
> nico.brunkow@naturwacht.de

Dr. Christian C. Voigt ist Leiter der Abteilung Evolutionäre Ökologie am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie Dozent an der Freien Universität Berlin. Forscht seit mehr als 30 Jahren an Fledermäusen und ist Autor und Mitautor von mehr als 270 Artikeln in wissenschaftlichen Journals, Herausgeber von mehreren Büchern zum Thema Fledermausschutz und Naturschutz sowie assoziierter Herausgeber der Fachzeitschriften Oecologia und Movement Ecology. Darüber hinaus als wissenschaftlicher Berater von UNEP/EUROBATS sowie der IUCN aktiv.
> voigt@izw-berlin.de
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