Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Analyse des Flugverhaltens im Umfeld eines Windparks in Niedersachsen über vier Jahre

Rotmilan und Windenergie

In einem niedersächsischen Windpark wurden über vier Jahre hinweg mittels Laser-Range-Findern Flugdaten schlaggefährdeter Vogelarten gemäß § 45b BNatSchG erfasst. Der Fokus lag auf dem Rotmilan (Milvus milvus), der im Untersuchungsgebiet verschiedene Wechselhorste besetzte. Die ermittelten Fluggeschwindigkeiten und Flughöhen stimmen gut mit früheren Studien überein. Eine auffällige Flugdichte wurde über linearen Gehölzstrukturen festgestellt. Bei der Analyse der Flughöhenverteilung zeigte sich, dass die Flugdichte in unmittelbarer Nähe der Windenergieanlagen (WEA) geringer war. Eine detaillierte Untersuchung ergab, dass diese scheinbare Meidung auf eine signifikant höhere Fluggeschwindigkeit im Nahbereich zurückzuführen ist. Zusätzlich wurden Flüge auf Ausweichbewegungen und potenzielle Rotordurchflüge untersucht. In manchen Fällen wurden bereits in größerer Entfernung zur WEA Meso-Avoidance-Reaktionen nachgewiesen. Zudem wurde ein dokumentierter Rotordurchflug erfasst, der jedoch nachweislich nicht zu einer Kollision führte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rotmilane Windenergieanlagen nicht großräumig meiden, jedoch im Nahbereich entweder die Geschwindigkeit erhöhen oder weniger Thermikflüge durchführen. Eingereicht am 06.02.2025, akzeptiert am 13.12.2025.
Veröffentlicht am
Rotmilan (
<i>Milvus milvus</i>
)
Rotmilan ( Milvus milvus )Julia Bächtle
10.1399/NuL.213173 1 Einleitung Der Verbreitungsschwerpunkt des Rotmilans ( Milvus milvus ) liegt mit über 50 % des Weltbestands in Deutschland (Gedeon et al. 2014), weshalb der Bundesrepublik eine besondere Bedeutung für seinen Schutz zukommt. Eine Säule des Schutzes ist die direkte Verbesserung der Lebensumstände, beispielsweise durch Artenhilfsprogramme (zum Beispiel Mammen et al. 2014) oder die Wiederherstellung beeinflusster Habitate mit gezielten Kompensations- oder Vermeidungsmaßnahmen im Rahmen von Bauprojekten. Für die Effektivität von Artenhilfsprogrammen ist ein umfangreiches Wissen über die Mortalität der Art von besonderer Bedeutung. In diesem Bereich sind zum Beispiel die Forschungsergebnisse des LIFE-Eurokite-Projekts zu...
Sie haben bereits ein Digital-Abo?
Sie haben bereits ein Print-Abo? Rabattiertes Digital-Upgrade bestellen
Weiterlesen mit Digital-Abo...

Naturschutz und Landschaftsplanung 3 Monate Digital Mini-Abo

  • Jede Ausgabe 3 Tage vor der gedruckten Ausgabe lesen
  • Zugriff auf alle Ausgaben im Archiv
  • Alle Heftartikel auch online lesen
37,99 EUR / 3 Monate