Seit Inkrafttreten von § 40 BNatSchG wird über Engpässe bei gebietseigenen Gehölzen diskutiert. Eine bundesweite Untersuchung zeigt nun: Das Problem liegt weniger in der generellen Verfügbarkeit als in regional ungleichen Erntebeständen, administrativen Hürden und einer wenig transparenten Marktdynamik.
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Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat am Weltwassertag die Low-Budget-Renaturierung der Oberen Diemel und die Revitalisierung des Donauursprungs mit dem Gewässerentwicklungspreis 2026 ausgezeichnet. Der zweite Platz geht ins Eger- und Röslautal für den Verbund von Gewässer und Auen und die damit verbundene Steigerung der Artenvielfalt.
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Vor 10 Jahren wurde das Netzwerk Renaturierung gegründet – mit der Idee, diejenigen Menschen zu vernetzen, die sich für die Wiederherstellung von Lebensräumen einsetzen. Mittlerweile zählt das Netzwerk über 500 Mitglieder aus Praxis, aus Planungsbüros, aus der Wissenschaft und aus Behörden. 2026 feiert das Netzwerk Jubiläum und bietet gleich zwei Netzwerktreffen an.
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Stadtökologie bildet noch eine relativ junge Wissenschaftsdisziplin: In Deutschland etablierte Herbert Sukopp als Vorreiter seit den 1970er-Jahren dieses Thema, 1993 publizierte er gemeinsam mit Rüdiger Wittig das erste deutschsprachige Stadtökologie-Lehrbuch. Am 3. Februar verstarb er im Alter von 95 Jahren in seiner Heimatstadt Berlin.
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Zum Abschluss des 38. Deutschen Naturschutztags (DNT) in Berlin haben Teilnehmende der Veranstaltung in einem Appell an die Politik, der sogenannten Berliner Resolution, gefordert, die bewährten Instrumente und Standards des Naturschutzes beizubehalten und deren Umsetzung wirksam zu verbessern. Aktuell geraten die Belange des Naturschutzes zusehends in die Defensive, in zahlreichen Gesetzesvorhaben werden wichtige rote Linien überschritten.
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Waldschäden in Europa durch Brände, Stürme und Borkenkäfer werden im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten unter allen analysierten Klimaszenarien zunehmen. Das ist das Ergebnis einer neuen internationalen Studie mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht wurde.
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Bestäuberinsekten spielen eine Schlüsselrolle für Landwirtschaft, Biodiversität und stabile Ökosysteme. Maßnahmen zum Bestäuberschutz tragen zu gesunden Böden, sauberem Wasser und Klimaschutz bei. Gleichzeitig gehen die Bestände dieser Insekten in vielen Teilen Europas seit Jahren zurück. Ein neuer Policy Brief des EU-Horizon-Europe-Projekts RestPoll fasst nun zusammen, welche Renaturierungsmaßnahmen nach aktueller wissenschaftlicher Evidenz am besten zur Erholung von Bestäuberpopulationen beitragen können.
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Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur gehört derzeit zu den zentralen naturschutzpolitischen Vorhaben in Europa – und zugleich zu den umstrittensten. Wie ihre Umsetzung konkret aussehen kann, stand im Mittelpunkt der Verbandstagung des Berufsverbands Landschaftsökologie Baden-Württemberg e. V. (BVDL). Naturschutz und Landschaftsplanung war Medienpartner.
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Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Ein internationales Forschungsteam schlägt deshalb nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – ein Netzwerk, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Nature Reviews Biodiversity“ veröffentlicht.
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Der Deutsche Bundestag hat am Abend des 5. März 2026 den von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgelegten Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) beschlossen. Nun muss der Bundesrat dem Gesetzentwurf noch zustimmen.
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Wann und wie schnell können Ökosysteme „kippen“ und wie werden sie sich zukünftig entwickeln? Forschende der Universität Potsdam, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Technischen Universität München haben eine neue Methode erarbeitet, um zu messen, wie nah an einem Kipppunkt ein Ökosystem bereits ist. Sie wenden ihre Ergebnisse an, um Gletschervorstöße sowie schnelle Veränderungen in anderen Ökosystemen vorherzusagen.
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Unter dem Motto „Mehr Landschaft wagen“ veranstaltete der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz eine Tagung zur Landschafts- und Umweltentwicklung in Leipzig. Im Fokus stand die Frage, wie Landschaftsplanung angesichts beschleunigter Verfahren, wachsender Nutzungskonkurrenzen und multipler Krisen handlungsfähig und wirksam bleiben kann. Als Ergebnis der Veranstaltung hat der bdla nun einen Handlungsaufruf für eine gestaltende Landschaftsplanung veröffentlicht.
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Der Stiftungsfonds Baden-Württemberg hat den Landesnaturschutzpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben. Gesucht werden Initiativen, die sich mit naturschutzorientierten Beweidungsprojekten für den Erhalt und die Pflege der wertvollen Kulturlandschaft im Land einsetzen. Bewerbungsfrist ist Mittwoch, 1. Juli 2026.
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Seit 10 Jahren zeichnet der Bundespreis „Blauer Kompass“ regelmäßig innovative Projekte zur Klimavorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Nun ist die neue Wettbewerbsrunde gestartet, die sich mit einer neuen Bewerbungskategorie erstmalig auch an Schulen richtet – neben Kommunen, privaten und kommunalen Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereinen, Verbänden und Stiftungen.
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Städte wirken massiv auf das soziale Miteinander von Tieren. Eine neue umfassende Übersichtsarbeit von Wissenschaftlerinnen der Universität Bielefeld zeigt: Urbanisierung verändert das tierische Sozialverhalten von der Partnerwahl bis zum Zusammenleben in Gruppen. Die Ergebnisse wurden in „Biological Reviews“ veröffentlicht.
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