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Empirische Bestandsaufnahme zur Verfügbarkeit gebietseigener Gehölze: Das Nadelöhr liegt im System

Weide mit Einzelgehölz. Die Fraßlinie ist gut zu erkennen.
Seit Inkrafttreten von § 40 BNatSchG wird über Engpässe bei gebietseigenen Gehölzen diskutiert. Eine bundesweite Untersuchung zeigt nun: Das Problem liegt weniger in der generellen Verfügbarkeit als in regional ungleichen Erntebeständen, administrativen Hürden und einer wenig transparenten Marktdynamik.

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DWA-Gewässerentwicklungspreis 2026: Donauursprung und Obere Diemel gewinnen

Renaturierter Abschnitt an der Oberen Diemel: Durch eine iterative, minimalinvasive Vorgehensweise hat sich das begradigte Gerinne in wenigen Monaten zu einer strukturreichen Gewässerlandschaft mit Totholz, Kiesbänken, Mehrbettgerinne und eingebundenen Stillgewässern entwickelt.
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat am Weltwassertag die Low-Budget-Renaturierung der Oberen Diemel und die Revitalisierung des Donauursprungs mit dem Gewässerentwicklungspreis 2026 ausgezeichnet. Der zweite Platz geht ins Eger- und Röslautal für den Verbund von Gewässer und Auen und die damit verbundene Steigerung der Artenvielfalt.

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Netzwerk Renaturierung: 10 Jahre Netzwerk Renaturierung wird gefeiert!

Netzwerktreffen 2024: 
<i>Auf den Netzwerktreffen werden Praxisbeispiele vor Ort diskutiert. </i>
Vor 10 Jahren wurde das Netzwerk Renaturierung gegründet – mit der Idee, diejenigen Menschen zu vernetzen, die sich für die Wiederherstellung von Lebensräumen einsetzen. Mittlerweile zählt das Netzwerk über 500 Mitglieder aus Praxis, aus Planungsbüros, aus der Wissenschaft und aus Behörden. 2026 feiert das Netzwerk Jubiläum und bietet gleich zwei Netzwerktreffen an.

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Nachruf: Herbert Sukopp ist verstorben

Stadtökologie bildet noch eine relativ junge Wissenschaftsdisziplin: In Deutschland etablierte Herbert Sukopp als Vorreiter seit den 1970er-Jahren dieses Thema, 1993 publizierte er gemeinsam mit Rüdiger Wittig das erste deutschsprachige Stadtökologie-Lehrbuch. Am 3. Februar verstarb er im Alter von 95 Jahren in seiner Heimatstadt Berlin.

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Berliner Resolution: BNatschG auf dem Abstellgleis?

Stadtbäume am Reichstag in Berlin
Zum Abschluss des 38. Deutschen Naturschutztags (DNT) in Berlin haben Teilnehmende der Veranstaltung in einem Appell an die Politik, der sogenannten Berliner Resolution, gefordert, die bewährten Instrumente und Standards des Naturschutzes beizubehalten und deren Umsetzung wirksam zu verbessern. Aktuell geraten die Belange des Naturschutzes zusehends in die Defensive, in zahlreichen Gesetzesvorhaben werden wichtige rote Linien überschritten.

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Klimawandel: Waldschäden könnten bis 2100 um 20 % steigen

Geschädigter Wald in der Sächsischen Schweiz
Waldschäden in Europa durch Brände, Stürme und Borkenkäfer werden im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten unter allen analysierten Klimaszenarien zunehmen. Das ist das Ergebnis einer neuen internationalen Studie mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht wurde.

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Policy Brief: Bienen und andere Bestäuber in Europa stärken

Graue Sandbiene (
<i>Andrena cineraria</i>
) an Schlehe (
<i>Prunus spinosa</i>
)
Bestäuberinsekten spielen eine Schlüsselrolle für Landwirtschaft, Biodiversität und stabile Ökosysteme. Maßnahmen zum Bestäuberschutz tragen zu gesunden Böden, sauberem Wasser und Klimaschutz bei. Gleichzeitig gehen die Bestände dieser Insekten in vielen Teilen Europas seit Jahren zurück. Ein neuer Policy Brief des EU-Horizon-Europe-Projekts RestPoll fasst nun zusammen, welche Renaturierungsmaßnahmen nach aktueller wissenschaftlicher Evidenz am besten zur Erholung von Bestäuberpopulationen beitragen können.

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BVDL-Verbandstagung 2026: Wiederherstellungsverordnung: Zwischen Anspruch und Umsetzung

Artenreiche Mähwiese in den Alpen mit Orchideen und Wollgras
Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur gehört derzeit zu den zentralen naturschutzpolitischen Vorhaben in Europa – und zugleich zu den umstrittensten. Wie ihre Umsetzung konkret aussehen kann, stand im Mittelpunkt der Verbandstagung des Berufsverbands Landschaftsökologie Baden-Württemberg e. V. (BVDL). Naturschutz und Landschaftsplanung war Medienpartner.

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Studie: Fahrplan für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring

Buchenwald im Nationalpark Hainich, Thüringen
Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Ein internationales Forschungsteam schlägt deshalb nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – ein Netzwerk, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Nature Reviews Biodiversity“ veröffentlicht.

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Bundestag: Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz beschlossen

Europäischer Grauwolf, 
<i>Canis lupus</i>
Der Deutsche Bundestag hat am Abend des 5. März 2026 den von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgelegten Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) beschlossen. Nun muss der Bundesrat dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

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Studie: Gletschervorstöße vorhersagen und Kipppunkte verstehen

Pasterzengletscher im Jahr 2007
Wann und wie schnell können Ökosysteme „kippen“ und wie werden sie sich zukünftig entwickeln? Forschende der Universität Potsdam, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Technischen Universität München haben eine neue Methode erarbeitet, um zu messen, wie nah an einem Kipppunkt ein Ökosystem bereits ist. Sie wenden ihre Ergebnisse an, um Gletschervorstöße sowie schnelle Veränderungen in anderen Ökosystemen vorherzusagen.

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Handlungsaufruf: Mehr Landschaft wagen

Mittelrheintal bei Boppard
Unter dem Motto „Mehr Landschaft wagen“ veranstaltete der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz eine Tagung zur Landschafts- und Umweltentwicklung in Leipzig. Im Fokus stand die Frage, wie Landschaftsplanung angesichts beschleunigter Verfahren, wachsender Nutzungskonkurrenzen und multipler Krisen handlungsfähig und wirksam bleiben kann. Als Ergebnis der Veranstaltung hat der bdla nun einen Handlungsaufruf für eine gestaltende Landschaftsplanung veröffentlicht.

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Jetzt bewerben!: Landesnaturschutzpreis Baden-Württemberg

Schafherde beim Weiden auf einem Magerrasen mit Wacholder bei Aidlingen.
Der Stiftungsfonds Baden-Württemberg hat den Landesnaturschutzpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben. Gesucht werden Initiativen, die sich mit naturschutzorientierten Beweidungsprojekten für den Erhalt und die Pflege der wertvollen Kulturlandschaft im Land einsetzen. Bewerbungsfrist ist Mittwoch, 1. Juli 2026.

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Neue Wettbewerbsrunde: „Blauer Kompass“ sucht die besten Projekte zum Umgang mit Klimafolgen

Trockener, rissiger Boden in Fahrspur im Grünland
Seit 10 Jahren zeichnet der Bundespreis „Blauer Kompass“ regelmäßig innovative Projekte zur Klimavorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Nun ist die neue Wettbewerbsrunde gestartet, die sich mit einer neuen Bewerbungskategorie erstmalig auch an Schulen richtet – neben Kommunen, privaten und kommunalen Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereinen, Verbänden und Stiftungen.

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Urbanisierung: Städte verändern tierisches Sozialverhalten

Eichhörnchen (
<i>Sciurus vulgaris</i>
)
Städte wirken massiv auf das soziale Miteinander von Tieren. Eine neue umfassende Übersichtsarbeit von Wissenschaftlerinnen der Universität Bielefeld zeigt: Urbanisierung verändert das tierische Sozialverhalten von der Partnerwahl bis zum Zusammenleben in Gruppen. Die Ergebnisse wurden in „Biological Reviews“ veröffentlicht.

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