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Trockengebiete

Was begünstigt das Wachstum nichtheimischer Pflanzen?

In einer globalen Studie haben Forschende herausgefunden, unter welchen Bedingungen nichtheimische Pflanzen in den zahlreichen Trockengebieten der Erde besonders gut gedeihen und was ihre Verbreitung hemmt. Anhand von Daten aus 98 Untersuchungsgebieten in 25 Ländern auf sechs Kontinenten zeigten sie, dass diese Pflanzen vor allem dort erfolgreicher sind, wo Böden stark beweidet werden und nährstoffreicher sind. Sie breiten sich dagegen weniger aus, wenn viele verschiedene einheimische Pflanzen vorhanden waren.

von Universität Leipzig/Redaktion erschienen am 04.03.2026
Blick auf Trockenlandökosysteme im Nationalpark La Campana, Chile © José Luis Gutierrez
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Die Forschenden analysierten im Zeitraum von 2016 bis 2019, wie Umweltbedingungen, die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Tieren sowie menschliche Aktivitäten zusammenwirken und die Trockengebiete beeinflussen. Sie fokussierten sich auf mehrjährige Pflanzen und untersuchten 41 nichtheimische Arten. Diese Pflanzen kamen meist nur in kleinen Mengen vor. Nur wenige waren in bestimmten Gebieten besonders häufig zu finden.

Die Forschenden kamen zum Schluss, dass der Erfolg von nichtheimischen, mehrjährigen Pflanzen in Trockengebieten unter anderem vom lokalen Klima, der Bodenqualität und der Vielfalt heimischer Pflanzen abhängig ist. „Eine hohe biologische Vielfalt schützt Trockengebiete vor invasiven Pflanzen“, sagt Dr. Soroor Rahmanian von der Universität Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Sie ist gemeinsam mit Prof. Dr. Nico Eisenhauer Erstautorin der Studie, die gerade in der Fachzeitschrift „Nature Ecology & Evolution“ veröffentlicht wurde.

„Nichtheimische Pflanzen haben sich vor allem auf stark beweideten Flächen mit nährstoffreichem Boden ausgebreitet. Diese Bedingungen finden sich häufig in weniger extrem trockenen Gebieten und begünstigen Pflanzen, die schnell wachsen und gut mit Störungen umgehen können“, führt Dr. Rahmanian aus. Neben der höheren Bodenfruchtbarkeit hätten schnellere Zersetzungsraten und ein größerer Pilzreichtum das Wachstum nichtheimischer Pflanzen begünstigt.

Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass nichtheimische Pflanzen oft größer sind und deshalb mehr Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. Diese Eigenschaften helfen ihnen, die nährstoffreichen und widrigen Bedingungen, die durch Beweidung entstehen, besser zu nutzen.

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