
Primärwälder speichern erheblich mehr Kohlenstoff
Primäre boreale Wälder in Schweden speichern wesentlich mehr Kohlenstoff als bewirtschaftete Sekundärwälder. Das zeigt eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen ist. Je nach verglichenen Wäldern liegt der Unterschied bei rund 72 bis 83 %.
von Redaktion erschienen am 13.04.2026Besonders groß ist der Abstand bei den Waldböden: Dort sitzt nicht nur der größte Kohlenstoffspeicher, sondern auch der größte Verlust durch forstliche Nutzung. Die Forschenden folgern, dass die Klimakosten der Umwandlung naturnaher Wälder in bewirtschaftete Bestände bislang deutlich unterschätzt wurden.
In der Arbeit kombinierten die Forschenden Daten der schwedischen Nationalen Forstinventur mit umfangreichen Geländeerhebungen in naturnahen Altwäldern. Erfasst wurden lebende Bäume, Totholz und Böden. Dafür hoben die Forschenden unter anderem 220 Bodenprofile bis zu einem Meter Tiefe aus und analysierten die Proben im Labor. Zusätzlich berücksichtigten sie Kohlenstoff in Holzprodukten sowie in nach der Ernte auf der Fläche verbleibenden Stubben und Wurzeln, um die Kohlenstoffbilanz von Primär- und bewirtschafteten Wäldern möglichst vollständig zu vergleichen.









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