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Wölfe in Deutschland

Zuwachs um 500 % in 10 Jahren

Die Wolfsbestände in Deutschland sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Insgesamt stieg die Anzahl der Wölfe von 268 Individuen im Monitoringjahr 2014/15 auf 1.633 Tiere im Monitoringjahr 2024/25.

von Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung/Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf/Reinhard et al./Redaktion erschienen am 19.01.2026
© BLE
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Erstmals seit der natürlichen Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf stagniert die Zahl der Wölfe damit: Im Monitoringjahr 2023/24 meldete die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) 1.601 Tiere.

Die meisten Wölfe leben in den Flächenländern Niedersachsen und Brandenburg mit je knapp 400 Tieren. In den östlichen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben sich jeweils über 200 Wolfsindividuen angesiedelt.

Durch die vermehrte Ausbreitung der Art nehmen Wolfsrisse zu. Die Anzahl verwundeter und getöteter Weidetiere ist von 40 im Jahr 2006 auf rund 4.300 Tiere bei rund 1.100 Übergriffen im Jahr 2024 angestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist hier ein Rückgang festzustellen (https://www.dbb-wolf.de/wolfsmanagement/herdenschutz/schadensstatistik). Ein Großteil der Wolfsübergriffe erfolgte auf Schafe und Ziegen. Wichtig dabei: „Meist gehen die Schäden in diesen Gebieten nach ein, zwei Jahren zurück, wenn die Tierhalter gelernt haben, mit der Anwesenheit von Wölfen umzugehen“ (DBBW).

Außerdem zeigen Herdenschutzmaßnahmen Wirkung. Wie der aussehen kann, haben Reinhard et al. 2023 zusammengestellt. Ihr Fazit: „Eine generelle Bejagung von Wölfen, ohne sie großflächig auszurotten, ist offensichtlich kein geeignetes Mittel, um Nutztierschäden in Deutschland zu verringern. Getötete Wölfe werden rasch wieder durch Reproduktion oder Neuzuwanderer ersetzt, und auch diese Wölfe werden ungeschützte Weidetiere als Nahrungsquelle entdecken und nutzen, wenn keine geeigneten Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden.“

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