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Handlungsaufruf

Mehr Landschaft wagen

Unter dem Motto „Mehr Landschaft wagen“ veranstaltete der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz eine Tagung zur Landschafts- und Umweltentwicklung in Leipzig. Im Fokus stand die Frage, wie Landschaftsplanung angesichts beschleunigter Verfahren, wachsender Nutzungskonkurrenzen und multipler Krisen handlungsfähig und wirksam bleiben kann. Als Ergebnis der Veranstaltung hat der bdla nun einen Handlungsaufruf für eine gestaltende Landschaftsplanung veröffentlicht.

von bdla/Redaktion erschienen am 05.03.2026
Mittelrheintal bei Boppard © Julia Bächtle
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Im Zentrum des Handlungsaufrufs steht ein neuer Umgang mit Landschaft: Schutz und Mehrfachnutzungen sind konsequent zusammenzudenken, um Biodiversität zu sichern, Klimaziele zu erreichen und Flächenkonflikte konstruktiv zu lösen. Menschen im Themenbereich Landschaftsarchitektur sind aufgefordert, Gestaltungsverantwortung zu übernehmen, Beteiligungsprozesse aktiv zu gestalten und integrative Ansätze voranzubringen, die sektorale Grenzen überwinden. Dafür braucht es geeignete rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen, ein professionelles Flächenmanagement sowie die Weiterentwicklung bewährter Instrumente, wie das der gestaltenden Grünordnungsplanung. Landschafts- und Freiraumplanung sind enger zu verzahnen; formelle und informelle Verfahren gilt es strategisch zu kombinieren, um resiliente Landschaften zu entwickeln.

Aktuelle Gesetzesinitiativen zur Planungsbeschleunigung unterstreichen die Bedeutung einer integrativen Planungspraxis. Der bdla legte zum Entwurf des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes bereits eine fachliche Position vor und wies auf erheblichen Korrekturbedarf hin. Gerade jetzt, so der bdla, braucht es den Mut, mehr Landschaft zu wagen und sie als strategischen Gestaltungsraum zu stärken.

Der Handlungsaufruf steht auf der Webseite des bdla kostenfrei zum Download und zur Bestellung zur Verfügung.

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