Neue Förderrichtlinie soll Anreize setzen
Am 17. April hat das Bundesministerium für Umwelt, Klima- und Naturschutz (BMUKN) die PALU-Förderrichtlinie des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) veröffentlicht. Die Förderrichtlinie soll Tempo in die Moorwiedervernässung bringen.
von Europäische Kommission/BMLEH/DNR/MSS/Redaktion erschienen am 21.04.2026Bis Ende 2029 stehen Fördergelder in Höhe von insgesamt 1,75 Mrd. € zur Verfügung. Im Rahmen der Regelung werden Maßnahmen zur dauerhaften und umfassenden Wiedervernässung von Moorflächen und zu ihrer anschließenden land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in Paludikulturen gefördert. Die Regelung deckt insbesondere Kosten für vorbereitende Beratungsdienste, Investitionen in der Durchführungsphase, Ausgleichszahlungen für wirtschaftliche Schäden infolge der Wiedervernässung und Beihilfen für die Schaffung von Paludikulturen ab.
„Viele Landwirte und Flächeneigentümer stehen in den Startlöchern: Sie wollen etwas für ihre Moorflächen, die Wasserverfügbarkeit und den Klimaschutz tun und in die vielversprechende nasse Nutzung in Paludikultur einsteigen. Mit der PALU-Richtlinie bekommen sie nun die Unterstützung, die sie brauchen, um die oftmals hohen Anfangsinvestitionen stemmen zu können“, kommentierte Jan Peters, Geschäftsführer der Michael Succow Stiftung, die Veröffentlichung der Richtlinie.
Auch Florian Schöne, Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzrings, begrüßte das Förderprogramm. „Die konsequente und zügige Wiedervernässung trockengelegter Moore ist einer der wirksamsten Hebel, um die Treibhausgasemissionen in der Landnutzung effektiv zu senken. Während entwässerte Moorböden in Deutschland enorme Mengen CO2 freisetzen, sind nasse Moore unsere natürlichen Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise. Sie speichern Wasser, puffern Dürren ab und bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die bisherigen Anstrengungen im Moorschutz bleiben jedoch weit hinter dem Notwendigen zurück.“

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