Weidetierhalter brauchen eine Perspektive
Beweidung ist das effizienteste Instrument für den landwirtschaftlichen Arten- und Biotopschutz, Weidetiere und ihre Halter sind Gemeinwohl- und Ökosystemdienstleister. Darauf weist ein bisher einmaliges, breites Bündnis aus mehr als 80 Bundes-, Landes- und Regionalverbänden der Grünlandbewirtschafter mit Raufutterfressern, der Landschaftspflege und des Naturschutzes in einem Positionspapier hin.
von DVL/AbL/Redaktion erschienen am 23.04.2026In dem gemeinsamen Positionspapier fordern Bauern, Schäfer und Naturschützer die Bundesregierung auf, der Weidehaltung auf Grünland endlich eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu geben und eine ressortübergreifende Nationale Weidestrategie auf den Weg zu bringen. Die Verbände fordern zudem konkret eine Ausweitung der bundesweiten Förderung von Weidetieren in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU – auch für Milchviehbetriebe. Sie betonen in diesem Zusammenhang, dass es hierfür dringend geboten ist, die aktuell in den Öko-Regelungen und Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen angebotenen Förderprogramme, auch in der GAP ab 2028, finanziell abzusichern. Den Vorschlag der EU-Kommission, den aktuell bestehenden Schutz von Dauergrünland ab 2028 abzuschaffen, kritisiert das Bündnis. „Dauergrünland muss langfristig und zuverlässig geschützt werden – auch in der GAP ab 2028.“, so die Verbändegemeinschaft.
Das Papier wurde an die Bundes- und Länderministerien für Landwirtschaft und Umwelt gesendet. Das Bündnis ruft weitere Verbände aus den Bereichen Grünlandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege dazu auf, das Papier zu unterstützen. Eine Mitzeichnung ist weiterhin möglich.

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