Tagung im Projekt „GISA“: Genetische Informationen zum Schutz von Ackerwildkräutern und ihre Bedeutung für die Praxis
Arthur von Weinberg-Haus Robert-Mayer-Straße 2 60325 Frankfurt am Main Hessen Deutschland
Referent:inProf. Karsten Wesche, Dr. Detlev Metzing, Prof. Christoph Reisch, Prof. Anna Lampei Bucharova, Prof. Christiane Ritz, Dr. Veit Herklotz, Philipp Tran, Prof. Björn Usadel, Prof. Johannes Kollmann, Dr. Christoph von RedwitzDie biologische Vielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands ist, insbesondere auf Äckern, stark zurückgegangen. Daher gewinnt der Schutz und die Förderung von Ackerwildkräutern zunehmend an Bedeutung. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist die Verwendung von gebietseigenem Wildpflanzensaatgut bei Einsaaten in der freien Natur verpflichtend, um die innerartliche Vielfalt zu erhalten. Aktuell bestehen jedoch noch große Unsicherheiten bei der Beurteilung der Herkunftsqualität von Wildpflanzensaatgut, wodurch dessen Produktion und Einsatz teilweise stark eingeschränkt sind.
Das Projekt „GISA“ zielt darauf ab, die genetischen Strukturen von Ackerwildkräutern in verschiedenen Regionen zu erfassen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Naturschutzmaßnahmen auf Äckern zu optimieren und so die biologische Vielfalt von Ackerwildkräutern langfristig zu sichern.
Die Tagung richtet sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Ackerwildkrautschutz, botanischer Artenschutz, regionales Saatgut, Naturschutz-Genetik und Renaturierungsforschung.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist bis zum 1. Dezember 2025 möglich.
Das Tagungsprogramm, das Anmeldeformular sowie weitere Informationen zum Projekt "GISA" finden Sie unter https://www.rheinische-kulturlandschaft.de/gisa
Das Projekt „GISA“ wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Durchgeführt werden das Projekt und die zugehörige Tagung von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich.