Die Wildnis in uns
Kein Fachbuch im typischen Sinn ist das neue Buch von Torsten Schäfer, „Die Wildnis in uns“. Schäfer begibt sich darin auf eine doppelte Reise: hinaus in die ungezähmten Landschaften Europas und zugleich hinein in die „innere Wildnis“ des Menschen. Anstatt klassische Naturbetrachtung oder Reiseschilderung zu liefern, verknüpft er Landschaftserleben mit einer grundsätzlichen Reflexion über unsere Beziehung zur Natur.
von Oekom/Redaktion erschienen am 31.03.2026Schäfer startet seine Reise im hohen Norden Europas mit einer Forschungsreise zu den Sami in Lappland – einer Gemeinschaft, deren Landnutzung, Zusammenleben mit Landschaften und Geschichten über Verbundenheit zur Natur zugleich Praxisfeld und Reflexionsraum für seine Fragestellung ist. Diese Begegnung bildet eine Art Roter Faden für das Buch: nicht nur Landschaft erleben, sondern lernen, wie andere Kulturen mit ihrer Umwelt im Austausch stehen – ein Grundprinzip, das sich durch die weitere Erzählung zieht.
Dabei nimmt Schäfer Leserinnen und Leser mit auf eine Expedition durch unterschiedliche Landschaften, vom Auenwald „vor der Haustür“ über das Mittelmeer bis zum Tana-Fjord an der nördlichen Spitze Norwegens. Er verknüpft persönliche Erfahrung mit Fragen danach, wie wir Menschen in einer Welt leben, die wir zugleich schützen und gestalten müssen. Dabei lotet er das Konzept von Wildnis als äußeres Naturphänomen und inneres Erleben aus – was es bedeutet, „wilde Elemente“ nicht nur physisch, sondern auch psychologisch zu durchschreiten.
Erschienen ist „Die Wildnis in uns“ im Oekom-Verlag. Es kostet 19 €.

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