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Landschaftsplanung
Landschaftsplanung UTB
59,00 EUR
Landschaftsplanung. Christina von Haaren. 2004. 528 S., 20 sw-Fotos, 118 Zeichn., 19 Karten, 125 Tab., geb. ISBN 978-3-8252-8253-0. € 59,00
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Artenschutzrechtliche Belange in der SUP frühzeitig und effektiv berücksichtigen
Abstracts
Ausgehend von den Herausforderungen des Artenschutzrechts stellt der Artikel einen Ansatz zur Effektivierung des Vollzugs der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) für den gesamtstädtischen Raum von Berlin vor. Im Zentrum steht die Frage, wie Flächen auf der gesamtstädtischen Ebene Berlins aus artenschutzrechtlicher Sicht bewertet werden können, um diesbezügliche Konflikte möglichst frühzeitig zu vermeiden (Vorsorgeprinzip) und die Bebauungsplanung gegebenenfalls dazu zu befähigen, in die Ausnahmelage hinein zu planen, sofern es nicht möglich ist, artenschutzrechtliche Verbotstatbestände abzuwenden. Die auf den besonderen Artenschutz bezogene Flächenbewertung bildet die Basis für diese abgeschichtete Vorgehensweise. Der hierfür entwickelte Ansatz sieht vor, dass zunächst das Spektrum der zu berücksichtigenden planungsrelevanten Arten eingeschränkt und das artenschutzrechtliche Konfliktpotenzial auf gesamtstädtischer Ebene anhand einer Bewertungsskala bewertet wird. Dabei werden artbezogene Kriterien sowie Kriterien bzgl. der Vermeidbarkeit und Kompensierbarkeit herangezogen. Synergieeffekte ergeben sich für die Umweltprüfung zur Flächennutzungsplanung. Datenbezogene Vorrausetzung für die umfassende Anwendung des Ansatzes ist die Verbesserung der Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Artdaten durch die Schaffung einer homogenisierten Datenstruktur für Berlin.
Early and Effective Consideration of Legal Requirements of Species Conservation in the SEA – Contribution to the EU Initiative ‘Better Regulation’
Based on the challenges of species conservation legislation the study presents an approach how to improve implementation of the assessment of special species protection for the entire city area of Berlin. The investigations focus on the questions how sites in the whole area of Berlin should be evaluated from a species conservation point of view. The approach aims to avoid conflicts as early as possible (precautionary principle) and to enable public land use planning to plan into the process of exception, if prohibitions according to species conservation legislation cannot be avoided. The evaluation of sites regarding their value for special species protection serves as a base for this tiered approach. The method suggests to firstly reduce the spectrum of the relevant species to be considered and to evaluate the potential of conflicts of the total city area using a rating scale, integrating species-related criteria as well as criteria regarding avoidability and compensation potentials. This approach allows synergy effects for the environmental assessment and for land-use planning. A data-related precondition for the comprehensive application of this method is the improvement of the availability and the usability of species data by creating a homogenised data structure for the city of Berlin.
Nutzung von Windwurfflächen durch Vögel
Abstracts
Für eine natürliche Walderneuerung besitzen Windwurfflächen eine wichtige Bedeutung. Sie erhöhen die Strukturvielfalt und tragen damit zu einem größeren Artenreichtum bei. Die Nutzung von Windwürfen durch Vögel wird entscheidend durch die Faktoren Flächengröße, Vegetationsausprägung, Totholzanteil und Art der Umgebung beeinflusst.
Der Sturm „Kyrill“ hinterließ im Januar 2007 einige Windwurfflächen im nordhessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee. Während der Brutsaison 2008 wurden die Vogelgemeinschaften von neun Windwurfflächen untersucht.
Ziel der Studie war es heraus zu finden, wie Unterschiede in der Struktur, der Umgebung und der forstlichen Behandlung der Windwürfe die Nutzung durch Vögel beeinflussen.
Die meisten Reviere konnten in Bereichen mit dicht übereinander gestapeltem Totholz und vielen aufgeklappten Wurzeltellern festgestellt werden. Viele Reviere lagen allerdings auch im Grenzbereich zwischen Windwurf und Wald. Geräumte Windwürfe wiesen im Vergleich weniger Arten auf als ungeräumte. Auf Windwürfen mit angrenzendem Offenland waren die Vogelgesellschaften artenreicher als auf solchen, die komplett von Wald umgeben waren. Die Untersuchung zeigt, dass die strukturelle Vielfalt von ungeräumten Windwurfflächen im Zusammenhang mit einer diversen Umgebung verantwortlich für eine höhere Nutzung durch Vögel ist.
Influence of Different Structures of Windthrows on Bird Habitats – Investigations in the National Park ‘Kellerwald-Edersee’
As an important effect of natural disturbances windthrows increase structural diversity and enhance biodiversity. Area size, vegetation structure, proportion of deadwood and environmental characteristics are decisive variables influencing the suitability of windthrows for birds.
In January 2007 the storm ‘Kyrill’ caused several windthrows in the national park Kellerwald-Edersee in Northern Hesse. During the breeding season 2008 the bird communities of nine windthrows were investigated.
The aim of the study was to reveal how differences in structure, environment and forestal treatment of the windthrows affect their use by birds.
Areas of big stacked logs with large root plates sheltered the majority of bird territories on windthrows whereas cleared areas showed lower species richness and individual abundances. Furthermore a lot of territories were found in the transition of windthrow and forest. Windthrows near open areas had higher numbers of species. This study provides further evidence that the structural diversity of windthrows and their environment is one of the most significant reasons for the use of these areas by birds.
Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels
Abstracts
Durch Befragung von Fachvertretern aus sechs deutschen Bundesländern und Literaturauswertung wurden Synergien und Konfliktpotenziale zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft hinsichtlich Baumartenwahl und Anpassungsstrategien der Waldbewirtschaftung an den Klimawandel identifiziert.
Die Anpassungspotenziale der Baumarten wurden von beiden Gruppen ähnlich eingeschätzt. Die Fichte ( Picea abies ) wurde als sehr labil eingestuft. Die Bedeutung der Buche ( Fagus sylvatica ), Eichen (Quercus spec.), Tanne ( Abies alba ) und der Gruppe von Edellaubbäumen wird zunehmen. Die Douglasie ( Pseudotsuga menziesii ) wurde als weitgehend angepasst an die veränderten klimatischen Verhältnisse gesehen.
Bezüglich der Wahl der geeigneten waldbaulichen Anpassungsstrategien herrschte Konsens über die grundsätzliche standörtliche Eignung der heimischen Hauptbaumarten, über Verschiebungen der Baumartenanteile und eines gemischten, strukturierten und stabilen Waldes zur Reduktion und Streuung von Risiken. Unterschiedliche Vorstellungen existierten bezüglich des Anbaus von fremdländischen Baumarten, einer Verkürzung der Produktionszeiträume und der Folgen für Alt- und Totholzstrukturen.
Auch in anderen Punkten zeigten sich innerhalb der beiden Interessengruppen unterschiedliche Sichtweisen. Von den Forstexperten wurde vorwiegend ein auf Anpassung an ein zukünftiges Klima ausgerichteter, „proaktiver“ Waldumbau befürwortet, der sofort begonnen werden sollte. Bei den Naturschutzexperten gab es sowohl Anhänger eines schnellen und eines langsamen Waldumbaus, charakterisiert durch das Zulassen natürlicher Sukzession, bis hin zur Akzeptanz des Zusammenbruchs der heutigen Waldbestände.
Forest Management in Times of Climate Change – Synergies and potential conflicts between forestry and nature conservation
The survey of representatives from six federal states in Germany and a literature review identified synergies as well as potential conflicts between foresters and nature conservationists. Focal points were the selection of tree species and adaptive strategies of forest management to climate change.
The adaptive capabilities of the native tree species were assessed similarly by both groups. Spruce trees ( Picea abies ) were labelled as labile whilst the prominence of others species such as beech ( Fagus sylvatica ), oak (Quercus spec.), fir ( Abies alba ), and valuable broadleaf trees is supposed to increase. It has been noted that the douglas-fir seems to be reasonably adapted to a drier and warmer climate.
Concerning the choice of adaptive strategies for forest management there is consensus on the following points: local native tree species will principally be suitable; there will be shifts in the proportions of tree species; mixed, structured and stabile forests will reduce and pool risks. Different opinions were encountered in respect to the cultivation or usage of exotic tree species, shorter rotation periods, and the amount of deadwood in managed forests.
Both groups have different opinions on how to solve the current situation: Forest experts have promoted a proactive forest conversion which should be adopted immediately. Nature conservationists seem to be split into camps. Partly they have supported faster-paced proactive forest conversions; others have favoured a slow-paced forest conversion steering natural successional processes; and again others have tended to accept a complete breakdown of current tree stands.
Wie mobil ist der Warzenbeißer?
Eine populationsökologische Studie zum Ausbreitungsverhalten von Decticus verrucivorus
Autoren: Oliver Schuhmacher und Thomas Fartmann (01/03)
Qualitätssicherung von Flächen- und Maßnahmenpools im Regierungsbezirk Münster
Abstracts
Mit der Baurechtsnovelle 1998 und nachfolgenden Anpassungen des Naturschutzrechts wurden die gesetzlichen Grundlagen zur Loslösung von Kompensationsmaßnahmen im Sinne der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung von Zeit und Ort des Eingriffs geschaffen. Dadurch sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Flächen- und Maßnahmenpools entstanden, deren Qualität jedoch Unterschiede aufweist. Ursachen können in der Durchführung der Kompensationsmaßnahmen selbst, aber auch in Planungsleistungen, Pflegemaßnahmen und Kontrollmechanismen liegen. Durch mangelhafte Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen wird eine unter ökologischen Gesichtspunkten nachhaltige Flächenentwicklung eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund wurden in einem Werkstattprojekt Vorschläge zu einheitlichen Qualitätsstandards von Flächen- und Maßnahmenpools im Regierungsbezirk Münster (NRW) für verschiedene Handlungsfelder entwickelt. Die Resultate mündeten unter anderem in Musterdatenblättern und einerCheckliste, durch die mit relativ geringem Aufwand wesentliche Qualitätsparameter von Flächen- und Maßnahmenpools abzuprüfen sind. Aufgrund der regionalen Ausrichtung des Vorhabens sind die Ergebnisse zunächst spezifisch auf die Situation in NRW und den Regierungsbezirk Münster bezogen.
Quality Management for the Pooling of Sites and Measures in the Administrative District of Münster
The amendment of the German Building Law in 1998 and subsequent adjustments of the Nature Conservation Act created the legal basis for the uncoupling of compensation measures from the time and place of the impact. On recent years this has led to numerous poolings of sites and compensation measures. Their quality, however, can differ significantly. This may be due to the implementation of the compensation measures themselves but it also depends on planning quality, maintenance measures and control mechanisms. The inadequate implementation of compensation measures can prevent an ecologically sustainable area development. Against this background a workshop project in the governmental district Münster (federal state of Nordrhein-Westfalen) developed proposals for coherent quality standards for the pooling of sites and compensation measures, differentiating them according to various fields of action. The results led for instance to the compilation of sample data sheets and of a checklist allowing the review of key quality parameters of the pooling with relatively low outlay. Due to the regional orientation of the project the results initially relate to the specific situation in Nordrhein-Westfalen and the administrative district of Münster.
Digitale Artenerfassung im ehrenamtlichen Naturschutz
Abstracts
Die Erfassung von Tier- und Pflanzenarten ist seit jeher eine der Kerntätigkeiten der Naturschutzverbände in Deutschland. Die von den i.d.R. ehrenamtlich tätigen Naturschützern erhobenen Daten bilden vielerorts das Rückgrat für die im Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich vorgeschriebene Umweltbeobachtung nach § 6 BNatSchG. Eine effektive Einbindung ehrenamtlicher Kräfte in diesem Bereich setzt unter den aktuellen technischen Rahmenbedingungen voraus, dass entsprechende Werkzeuge sowie nutzerspezifische Hilfestellungen und Vorgaben zur Erstellung, Aufbereitung und Weitergabe erfasster Umweltfachdaten zur Verfügung gestellt werden. Welche Anforderungen von Seiten der ehrenamtlich Tätigen an Werkzeuge zur Unterstützung der digitalen Artenerfassung bestehen und wie diese in die Entwicklung einer geeigneten technischen Lösung integriert werden können, wird im vorliegenden Beitrag dargestellt. Anhand des entwickelten Web-GIS Portals eMapper wird aufgezeigt, dass eine technisch hochwertige, übertragbare und auf frei verfügbarer Software basierende GIS-Lösung die Akteure aus Behörden und Verbänden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt und einen wichtigen Beitrag zur effektiveren Vernetzung im Naturschutz leisten kann.
Digital Mapping of Species in Voluntary Nature Conservation – Requirements and technical solutions using the example of the eMapper
Non-governmental organisations (NGOs) are an important partner for nature conservation authorities in Germany. A field of specific concern heavily relying on data input from volunteers is the statutory long-term monitoring of habitats and species (§6 of the German Federal Nature Conservation Act). However, volunteers need to be provided with appropriate tools, support and guidelines for creating, editing and imparting environmental data in order to be effectively involved in these activities. The paper presents on the one hand results of interviews with volunteers which supporting tools they require for the digital mapping of species. On the other hand suggestions are made how these requirements can be integrated in the development of a suitable technical solution. By means of the web-based GIS portal eMapper the study clarifies that a high-quality transferable GIS-tool based on open source technology supports stakeholders from NGOs and governmental agencies, improving the networking within the field of nature conservation.
Naturschutz auf DBU-Naturerbeflächen
Abstracts
Die DBU Naturerbe GmbH hat zur Sicherung des Nationalen Naturerbes ca. 46000 ha wertvoller Naturschutzflächen – überwiegend ehemalige Truppenübungsplätze – übernommen, um sie langfristig für Zwecke des Naturschutzes zu sichern.
Im vorliegenden Beitrag werden grundsätzliche Überlegungen zu der Frage dargestellt, welche Naturschutzziele auf diesen Flächen, die sich durch Großräumigkeit, Störungsarmut und vor allen durch eine hohe Standortheterogenität auszeichnen, mittel- bis langfristig erreicht werden sollen. Übergeordnetes Ziel ist es, die Gesamtheit der aus historischen Entwicklungsreihen entstandenen und zukünftig entstehenden Naturelemente auf allen Ebenen der Biodiversität zu bewahren und zu entwickeln.
Im Rahmen einer differenzierten Naturschutzstrategie erfolgt in naturnahen Laubwäldern Prozessschutz, naturferne Nadelbaumbestände werden mit waldbaulichen Maßnahmen in naturnahe Laubwälder überführt und bestehende Offenlandlebensräume werden durch extensive Beweidung und mechanische Pflegemaßnahmen erhalten und entwickelt. Das Zulassen natürlicher Dynamik bzw. das Auslösen dynamischer Prozesse durch anthropogene Eingriffe soll tragendes Element der Naturschutzaktivitäten auf den DBU-Naturerbeflächen sein.
Nature Conservation on Natural Heritage Sites of the DBU – General reflections regarding targets and long-term strategy
In order to protect the national natural heritage the DBU Naturerbe GmbH (German foundation promoting environmental projects) has acquired about 46.000 ha of valuable nature conservation sites – mainly former military training areas – with the aim to protect their nature conservation value on a long-term basis.
The paper presents general considerations about the nature conservation aims to be pursued on these sites which stand out due to their largeness, lack of disturbance and particularly due to a high diversity of habitats. It is a goal of overriding importance to preserve and develop the entirety of the natural elements which have developed so far and will develop in future on all levels of the biodiversity.
In the context of a differentiated nature conservation strategy deciduous forests are secured via process protection, non-natural forest stands will be transformed into near-natural deciduous forests using silvicultural measures, and existing habitats in the open country will be preserved and developed via extensive grazing and mechanical management measures. A fundamental element of the conservation activities on the natural heritage sites of the DBU is the admittance of natural dynamics, respectively the triggering of dynamic processes by anthropogenic interference.
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