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Landschaftsplanung
Landschaftsplanung UTB
59,00 EUR
Landschaftsplanung. Christina von Haaren. 2004. 528 S., 125 Tabellen, 20 s/w-Fotos, 118 Zeichn., 19 Karten, geb. ISBN 978-3-8252-8253-0. € 59,00
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20 Jahre Natura 2000 – Zeit für eine Qualitätsoffensive
Wo stünde der Naturschutz heute ohne das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, ohne FFH- und Vogelschutz-Richtlinie? Gründe zur Klage über den desolaten Zustand der Biodiversität gibt es zu Hauf. Aber ohne FFH-Richtlinie, die vor genau 20 Jahren am 21. Mai 1992 erlassen wurde, wäre die Situation weit schlimmer.
Globale Biodiversität kennen
Berlin (idw). Die gesamte biologische Vielfalt unseres Planeten kann in weniger als 50 Jahren beschrieben werden. Mit dieser provokanten These treten 39 Wissenschaftler an die Öffentlichkeit, darunter Johannes Vogel, der neue Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin. Die für diese große Aufgabe benötigten naturkundlichen Sammlungen, Experten und Technologien seien alle bereits vorhanden. Diesem ganz wesentlichen Schritt zum Schutz der weltweiten biologischen Vielfalt stehe daher eigentlich nichts im Wege.
Bundesprogramm Wiedervernetzung
Berlin. Das Bundeskabinett hat das gemeinsam von Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium erarbeitete Bundesprogramm Wiedervernetzung beschlossen. Ziel des Programms ist es, die bisher durch das Fernstraßennetz zerschnittenen Lebensraumkorridore in Deutschland durch den Bau von Querungshilfen (meist Grünbrücken) wieder zu verbinden.
Größer Bannwald im Ländle
Stuttgart (MLR). Im Pfrunger-Burgweiler Ried hat Baden-Württemberg den größten Bannwald des Landes ausgewiesen. Auf einer Fläche von rund 450ha werde die Natur sich selbst überlassen und eine einzigartige Moorlandschaft geschützt, sagte Ministerialdirektor Wolfgang Reimer, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, in Ostrach-Burgweiler (Landkreis Sigmaringen). Bannwälder sind Totalschutzgebiete – und solche gebe es in Baden-Württemberg seit über 100 Jahren: Bereits 1911 habe die Forstverwaltung den ersten Bannwald im Nordschwarzwald ausgewiesen. Heute bestehen in Baden-Württemberg 129 Bannwälder mit einer Fläche von knapp 9000 ha (inklusive den Kernzonen des Biosphärengebietes Schwäbische Alb).
Golfplätze schlucken Kulturland
Bern (SL). 1980 waren in der Schweiz lediglich 29 Golfplätze vorhanden, heute sind 91 Plätze mit neun Löchern oder mehr auf einer Fläche von rund 46km² in Betrieb. Zwei Golfanlagen sind derzeit im Bau und 22 Golfvorhaben geplant, davon acht in einem fortgeschrittenen Planungsstadium. Diese Zahlen hat die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) zusammengetragen.
Naturschutz-Liegenschaften
Erfurt. Die neue Homepage des LiegenschaftsManagementSystems „LieMaS“ zur effizienten Verwaltung von Naturschutzflächen ist freigeschaltet. Unter der Internetadresse http://www.liemas.de können alle Interessierten die aktuelle Version der Flächenverwaltungssoftware LieMaS 5.0 sowie das aktualisierte Benutzerhandbuch kostenlos herunterladen.
Natürliche Waldentwicklung – eine unbekannte Größe
Göttingen (NW-FVA). „Natürliche Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ (NWE5) lautet der Titel eines vom Bundesamt für Naturschutz geförderten F+E-Vorhabens. 5 % der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen, habe eine kontroverse Diskussion ausgelöst, heißt es in einer Pressemitteilung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen. Dort wurde das Projekt Vertretern des öffentlichen und privaten Waldes, der Forst-, Holz- und Energiewirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes vorgestellt.
Wölfe leben von Wildtieren
Senckenberger Wissenschaftler haben die Fressgewohnheiten von Wölfen in den ersten acht Jahren nach ihrem Erscheinen in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse sind beruhigend: Der Anteil von Nutztieren auf dem Speiseplan liegt bei unter 1 %. Die zugehörige Studie ist vor kurzem im Fachjournal „Mammalian Biology“ erschienen.
Bundesförderung Biologische Vielfalt startet durch
Mit dem Startschuss für die Förderung der Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland werden jetzt alle Förderbereiche des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums bedient. Das mit jährlich 15 Millionen Euro ausgestattete Bundesprogramm unterstützt Projekte zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.
Gelbbauchunke als Indikator für lebendige Flussauen
Lebensbedingungen, die für Gelbbauchunken ideal sind, ziehen auch eine Reihe anderer Amphibie ten Art in die Flussauen wird in einem Projekt von Wissenschaftlern der Universitäten Kassel und Trier vorangetrieben.
Auen-Tagung im Schloss Criewen
Wasser und Wälder prägen die Auen. Vieles was in Mitteuropa schon verloren ist, können wir heute noch in Ost- und Südosteuropa erleben. Europäische Auenschützer trafen sich zum Thema „Schutz und Entwicklung von Auenlandschaften in Europa“ in der Brandenburgischen Akademie Schloss Criewen zur simultan dreisprachig übersetzten ersten internationalen Auen-Tagung.
Mehr Beteiligung – nur scheinbar
Berlin (DUH). Das Bundesinnenministerium (BMI) bleibt immun gegen den Wunsch nach einer frühzeitigen und ernsthaften Beteiligung der Bürger bei der Planung von Großprojekten. Das ergibt sich nach einer Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) aus einem Gesetzentwurf des BMI, mit dem eine Reihe von Vorschriften im Zusammenhang mit Planfeststellungsverfahren geändert werden sollen. Geändert werden sollten das allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) und mehrere Fachplanungsgesetze wie Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und Fernstraßengesetz (FStrG).
EU-Subventionen für „grüne“ Jobs: 180000 durch Natura 2000
Berlin/Brüssel (NABU). Eine ökologische Umschichtung von nur 14 % der derzeitigen Brüsseler Subventionen würde etwa eine halbe Million Arbeitsplätze schaffen. Das belegt eine vom NABU-Dachverband BirdLife International und anderen europäischen Umweltverbänden in Auftrag gegebene Studie, die in Brüssel vorgestellt wurde. „Unsere Studie beweist: Wenn die EU auch nur einen geringen Teil ihrer Milliarden-Subventionen umlenken würde, dann könnten damit Millionen neue Jobs geschaffen werden und zugleich würde Europa vor teuren Umweltproblemen bewahrt“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Naturbild in den Medien
Die Frage, wie Film und Fernsehen Natur und Landschaft der Öffentlichkeit präsentieren und was sie damit bewirken, wurde von Wissenschaftlern und Medienleuten im November 2011 bei einer Tagung in Mainz erörtert. Der Schwerpunkt lag dabei auf Mediengeographie.
Landschaftswandel gravierend
Bonn (BfN). Energiewende, Klimawandel und demografische Entwicklung – diese drei Triebkräfte machen das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) als wesentliche Triebkräfte des aktuellen gravierenden landschaftlichen Wandels verantwortlich.
Neue LIFE-Verordnung
Die Europäische Kommission hat am 12. Dezember 2011 ihren neuen Vorschlag für eine „Verordnung … zur Aufstellung des Programms für Umwelt- und Klimapolitik (LIFE)“ vorgelegt (KOM(2011)874 endgültig).
Grünes Band Balkan
Radolfzell/Ulcinj (EN). Das „Grüne Band Europa“ ist derzeit die faszinierendste und ambitionierteste Naturschutzinitiative Europas. Mehr als 50 Vertreter von Ministerien und Nichtregierungsorganisationen aus 15 Ländern kamen in Ulcinj (Montenegro) zusammen, um über die Zukunft des Grünen Bands im südlichsten Abschnitt dieses riesigen Biotopverbundes zu diskutieren, das „Grüne Band Balkan“. Veranstaltet hat die „3. Balkan Green Belt-Konferenz“ die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur mit finanzieller Unterstützung des Umweltbundesamtes mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt.
Vögel und Schmetterlinge „flattern“ dem Klimawandel hinterher
Vögel und Schmetterlinge können offenbar mit dem Klimawandel nicht mithalten.
Life-Programm reformieren
Forderungspapier deutscher Umweltverbände
„Mehr Investitionen in das europäische Naturkapital“ haben sieben bundesdeutsche Organisationen in einem gemeinsamen Thesenpapier gefordert. Life, das einzige direkte Finanzierungsinstrument für Umwelt- und Naturschutzprojekte in den Mitgliedstaaten, müsse im mittelfristigen Finanzrahmen der EU von 2014 bis 2020 deutlich gestärkt werden.
Naturschutzberater suchen Förderung
„Naturschutz durch Landwirtschaft“ lautete das Thema der sechsten Tagung zur „Einzelbetrieblichen Naturschutzberatung“, die am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel in Witzenhausen stattfand. Über 50 Berater und Naturschutzfachleute aus ganz Deutschland arbeiteten an der Frage, wie das Potenzial der Landwirtschaft und speziell des ökologischen Landbaus für mehr Naturschutz in der Agrarlandschaft genutzt und gefördert werden kann.
Pestizid-Aktionsplan gekündigt
Berlin/Hamburg (BUND). Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Imkern und der Wasserwirtschaft hat mit sofortiger Wirkung seine Mitarbeit im Forum des Pestizid-Aktionsplans des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aufgekündigt. Anlass sei die Verabschiedung des Pflanzenschutzgesetzes und des darin verankerten „Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ (Nationaler Pestizid-Aktionsplan NAP) im Bundesrat, teilte der BUND mit. Das Landwirtschaftsministerium orientiere sich beim Aktionsplan an den Interessen der Agrarindustrie und zeige sich immun gegen Vorschläge, die Pestizidbelastungen ernsthaft zu senken. Eine Unterstützung von Seiten der Verbände werde es dafür nicht erhalten. Zu dem Bündnis gehören das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, der Naturschutzbund (NABU), der Berufs- und Erwerbsimker-Bund (DBIB) sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
EuGH veruteilt Spanien
Luxemburg (ej). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Spanien verurteilt, weil es für Natura-2000-Gebiete keine Erhaltungsprioritäten festgelegt und ohne UVP durch Kohletagebau Braunbär und Auerhuhn beeinträchtigt. Das „Alto Sihl“-Urteil (C-404/09), benannt nach dem strittigen Besonderen Schutzgebiet nach Vogelschutz- und FFH-Richtlinie, hatte die Europäische Kommission angestrengt.
Umweltziele mit den Landwirten
Ansbach/Zossen (DVL). EU-Umweltkommissar Dr. Janez Potocnik hat sich in Zossen (Landkreis Teltow-Fläming, Mittelbrandenburg) über die Auswirkungen der Agrarförderung für die Erreichung von Umweltzielen informiert. Eingeladen hatte der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL). Im Vordergrund stand die Frage, wie extensive Beweidung den Naturschutz unterstützt – und wie diese agrarpolitisch gefördert werden müsste, um wirksam zu sein.
Reaktionen zu GAP-Vorschlägen
Brüssel/Berlin (ej). Auf geteilte und im Umweltbereich überwiegend negative Antwort sind die Legislativvorschläge der Europäischen Kommission zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gestoßen (s. „Aktuelles aus Brüssel“). Ein paar Schlaglichter aus der gerade begonnenen Debatte:
Wird die europäische Landwirtschaft ökologisch nachhaltiger?
Die Europäische Kommission hat nach einem mehrjährigen intensiven Diskussionsprozess mit den Mitgliedstaaten, dem Europäischen Parlament und den gesellschaftlichen Gruppen am 12. Oktober ihre Legislativvorschläge für die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik vorgestellt.
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