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Landschaftsplanung. Christina von Haaren. 2004. 528 S., 125 Tabellen, 20 s/w-Fotos, 118 Zeichn., 19 Karten, geb. ISBN 978-3-8252-8253-0. € 59,00

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Ein Barcode für jedes bayerische Tier

Leipzig (UFZ). Münchner Forscher verpassen als weltweite Vorreiter allen Tierarten Bayerns einen genetischen Erkennungscode. Das so genannte Barcoding soll die Arbeit der Artbestimmung revolutionär erleichtern, Handbestimmungsgeräte ermöglichen und u.a. dem Zoll helfen, kriminellen Handel mit geschützten Arten oder falsch deklarierten Lebensmitteln aufzudecken.

Das teilte das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NEFO) mit, eine Kommunikationsplattform für Wissenschaftler und Anwender von Wissen zur biologischen Vielfalt.

Beim DNA-Barcoding als neue genanalytische Methode würden in bestimmten standardisierten Genregionen artspezifische Sequenzen identifiziert. Diese Methode erlaube es, nur anhand von Gewebe- oder DNA-Proben schnell bekannte, aber auch neue Arten zu bestimmen. Mit ihr können beispielsweise Insekten auch in einem frühen Entwicklungsstadium, in dem eine eindeutige Bestimmung bisher kaum möglich war, angesprochen werden. Langfristiges Ziel von „Barcoding of Life“ sei eine riesige globale Referenzdatenbank aller Arten der Welt, ob Pflanze, Tier oder Pilz.

Vorreiter in Deutschland und Europa sei Bayern, schreibt das NEFO in einer Mitteilung: Prof. Gerhard Haszprunar, Direktor der Zoologischen Sammlung München und Lehrstuhlinhaber an der LMU München, wolle mit Kollegen die gesamte Fauna des Bundeslandes durchsequenzieren. Bayern sei mit bis zu 35000 Tierarten das artenreichste Bundesland. Über 80 % der deutschen Fauna komme hier vor. Doch auch in Deutschland gehen die Artbestände rasant zurück. Um solche Zahlen erheben zu können, müsse ein Monitoring durchgeführt werden. Die Taxonomen waren dabei bislang vorrangig auf optische Methoden angewiesen. Doch diese stoßen an Grenzen. Wo etwa zwei erwachsene Vertreter verschiedener Käferarten an deutlichen Merkmalen zu unterscheiden sind, fehlen diese oft im früheren Larvenstadium.

Die immer schneller und billiger werdende Technologie der Gensequenzierung mache nun Artbestimmung nur anhand von Gewebe- oder DNA-Proben möglich. In ­einem Partnerlabor in Kanada würden Proben der Tiere auf eine bestimmte DNA-Sequenz hin untersucht und der spe­zifische Code der Art zugerechnet.

Kleine Handanalysegeräte scheinen in wenigen Jahren denkbar, mit denen jedermann im Feld sofort Bestimmungsanalysen durchführen könnte, sind die Initiatoren optimistisch. Die Methode eröffne aber auch praktische Möglichkeiten in ganz anderen Bereichen. So könne der Zoll Betrügereien mit Nahrungsmitteln oder illegalem Handel mit geschützten Arten auf die Schliche kommen. Über 3000 Tierarten hätten die Münchner Forscher bereits geschafft. Begonnen wurde mit den Arten, die am wichtigsten für Monitoring und Umweltgutachten sind. Barcodes für fast 2000 von 3209 bayrischen Schmetterlingsarten lägen mittlerweile vor, über 60 % der über 500 Wildbienenarten sowie ein starkes Viertel der fast 1000 wasserlebenden Makro-Tier­arten wie Köcherfliegen, Li­bellen und Wasserwanzen. Über 10000 Tierarten sollen es bis 2014 sein, teilte das UFZ mit.

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