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59,00 EUR

Landschaftsplanung. Christina von Haaren. 2004. 528 S., 125 Tabellen, 20 s/w-Fotos, 118 Zeichn., 19 Karten, geb. ISBN 978-3-8252-8253-0. € 59,00

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Bundeswälder als Naturwalderbe

Berlin. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich in einem Antrag dafür aus, auf 5 % der deutschen Waldfläche ein Naturwalderbe zu schaffen, um alle für Mitteleuropa typischen Wälder und alle in den deutschen Wäldern lebenden Arten zu schützen.

Mit dieser Initiative greifen die Bündnisgrünen im UN-Jahr der Biodiversität einen Beschluss der Bundesregierung auf: Diese hatte in ihrer Biodiversitätsstrategie das Ziel formuliert, den Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung in Deutschland bis 2020 auf 5 % zu erhöhen.

„Man muss allerdings den Eindruck gewinnen, dass die Bundesregierung nur pro forma an diesem Ziel festhält, da sie trotz mehrerer Nachfragen bisher keinerlei Angaben dazu gemacht hat, mit welchen Maßnahmen sie dieses Ziel erreichen will“, kritisierte Cornelia Behm, Sprecherin der Fraktion für Waldpolitik, die passive Haltung der Bundesregierung. Daher lege ihre Fraktion jetzt einen konkreten Fahrplan zur Umsetzung des Ziels vor. Dabei geht es darum sicherzustellen, dass es sich bei diesen 5 % nicht nur um kurzfristig aus der Nutzung genommene Wälder, sondern um verbindlich und dauerhaft von forstwirtschaftlicher Nutzung freie Wälder handelt, aus denen sich Naturwälder entwickeln.

Dieses Naturwalderbe müsse vor allem aus Wäldern im öffentlichen Eigentum bestehen, so Behm. Denn Nutzungsverzicht könne man im Privatwald weder durch Ordnungsrecht noch durch Vertragsnaturschutz dauerhaft absichern. Daher werde der Bund auch Wälder erwerben müssen. Vor diesem Hintergrund sei es angebracht, bis zum Abschluss der Schaffung des Naturwald­erbes auf die Privatisierung bundeseigener Wälder zu verzichten. Die deutsche Politik mache sich international unglaubwürdig, wenn sie den Erhalt von Urwäldern und damit den Verzicht auf die Nutzung eines erheblichen Teils der Wälder dieser Welt fordere und zugleich nicht bereit sei, auch nur in 5 % der deutschen Wälder die Bewirtschaftung einzustellen. Das sollten sich alle klar machen, die dieses Projekt vehement ablehnten.

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