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Landschaftsplanung

Landschaftsplanung UTB

59,00 EUR

Landschaftsplanung. Christina von Haaren. 2004. 528 S., 125 Tabellen, 20 s/w-Fotos, 118 Zeichn., 19 Karten, geb. ISBN 978-3-8252-8253-0. € 59,00

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Aufwertung der Agrarlandschaft durch ökologischen Landbau

Abb. 1: Artenvielfalt ökologisch bewirtschafteten Dauergrünlandes als Mehrfaches der Artenvielfalt konventionell bewirtschafteten Grünlandes nach verschiedenen Vergleichsstudien (konventionell = 100 %).

Abstracts

Der zweite Teil dieses Beitrages beschreibt Veränderungen in Grünland und Landschaftsbild durch ökologische Bewirtschaftung und weiter, wie das Aufwertungspotenzial einer Umstellung im engen Funktionszusammenhang mit Eingriffen in die Kulturlandschaft dokumentiert werden kann. Die neuere Rechtslage und gelungene Kooperationen ökologischer Be­triebe mit Behörden bestätigen, dass die Umstellung auf ökologischen Landbau, ergänzt durch Landschaftselemente, wirksam als produktionsintegrierte Kompensation anwendbar ist, vor allem in aufwertungsbedürftigen Agrarlandschaften und realisiert über Ökokonten, Maßnahmenpools oder Ersatzzahlungen.

Enhancement of the Agricultural Landscape Via Organic Farming

– Suitable measure for production-integrated compensation? (Part 2)

The second part of the paper describes the benefits of organic management for grassland and landscape scenery. Due to its potential for improvement of farmland habitats conversion to organic farming is worth to be considered as production-integrated compensation for interferences into nature, especially in intensively farmed landscapes. Co-operation between nature conservation authorities, organic farmers and land procurement agencies have proven successful. Legal requirements are discussed.

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Zukunft von Eichen-Hainbuchenwäldern und Heiden angesichts des Klimawandels

Abb. 1: Potenzielle zukünftige Entwicklung der Verbreitung von trockenen europäischen Heiden (LRT 4030) während des 21. Jahrhunderts in Deutschland. Klimamodell: HadCM3, IPCC Emissionsszenario: A2, Modellgüte (AUC)=0,84.

Abstracts

Im Naturschutz werden angesichts des Klimawandels in zunehmendem Maße Grundlagen für die Beurteilung der künftig zu erwartenden Entwicklung von Lebensräumen benötigt, die heute als schützenswert betrachtet werden.

In diesem Beitrag ermitteln wir mögliche Beeinflussungen der Kohärenz ausgewählter Eichenwälder und Heiden der FFH-Richtlinie. Die Entwicklung ihrer künftigen Verbreitung im Verlauf des 21. Jahrhunderts wird simuliert, wobei Ausbreitungsmodelle berücksichtigt und räumliche Kohärenz beachtet werden. Wir vergleichen worst-case-Szenarien, in welchen den Lebensräumen eine Verlagerung in neue Gebiete hinein nicht zugestanden wird, mit Ausbreitungszenarien. Umwelthüllenmodelle werden mit Ansätzen der Graphentheorie kombiniert, um räumlich explizite Informationen zur Bewertung und ­Priorisierung von Lebensräumen bereit zu stellen. Auf diese Weise können überraschende lebensraumspezifische Entwicklungen gezeigt werden. Zusätzlich ergeben sich Optionen für die Entwicklung neuer Schutzgebiete. Auch die Konzeption von langfristig wirkenden Landschaftspflegemaßnahmen kann auf eine bessere Basis gestellt werden.

Future of Oak-Hornbeam Forests and Heathlands in the Face of Climate Change – Potential development of habitat coherence in the Natura 2000 Network

Facing climate change there is an increasing need of scientific bases in nature conservation to evaluate the expected development of habitats which are considered as worthy of protection.

The paper identifies possible influences on the coherence of selected oak forests and heathlands according to the Habitats Directive. The development of their future distribution in the course of the 21st century has been simulated, under consideration of distribution models and spatial coherence. The study compares worst-case scenarios which suppose that the dislocation of habitats into new areas is not possible with scenarios of their dispersal. Environmental envelope models have been combined with approaches of the graph theory in order to obtain explicit information for the evaluation of habitats. This concept has revealed surprising habitat developments, and the concepts for long-term landscape management measures can be put on a better base.

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Ökosystemdienstleistungen

Ökosystemdienstleistungen

Abstracts

Das Konzept der Ökosystemdienstleistungen beschreibt den Nutzen von ökologischen Systemen für die Menschen und wird auch in Deutschland zunehmend diskutiert. Bisher ist ungeklärt, wie das Konzept in den Theorie- und Methodenkanon der Landschaftsplanung einzuordnen ist. Ziel dieses Beitrags ist es, die Konzepte der Ökosystemdienstleistungen und der Landschaftsfunktionen miteinander zu vergleichen sowie mögliche Vorteile einer stärkeren Integration des Ökosystemdienstleistungs-Konzepts in die praktische Landschaftsplanung auszuloten.

Der Vergleich zeigt zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen den Konzepten, beispielsweise in Bezug auf die angestrebten Ziele sowie die berücksichtigten Arten von Nutzen. Unterschiede bestehen hinsichtlich der Methoden und der Rolle von ökonomischen Bewertungen.

Eine sinnvolle Integration des Ökosystemdienstleistungs-Konzepts in die Landschaftsplanung würde insbesondere in der Erweiterung um Ansätze zur Berücksichtigung von privaten Gütern, zur Bilanzierung von Leistungen und ökonomischen Bewertungen bestehen. Umgekehrt könnte Landschaftsplanung methodisch erheblich zur Umsetzung des Ökosystemdienstleistungs-Konzepts beitragen.

Ecosystem Services – Old Wine in New Bottles or an Incentive for German Landscape Planning?

The concept of ecosystem services describes the benefits of ecological systems for people, and has been receiving increasing attention, also in Germany. It has however not become clear how this concept could be integrated into the theories and methods of German landscape planning. The objective of this contribution is to compare the concepts of ecosystem services and landscape planning and to explore potential opportunities to integrate the concept of ecosystem services more strongly into practical landscape planning.

The comparison shows similarities concerning the objectives and the types of ecosystem services or landscape functions considered. Differences exist in the methods applied and in the role of economic valuation.

A sensible integration of the ecosystem services concept in landscape planning would in particular include a broadening of the planning scope to also incorporate private goods as well as an amendment of planning methods towards the quantification of services and their economic valuation. Vice versa, the practical implementation of the ecosystem services concept could benefit from incorporating insights from landscape planning methods.

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Zahlungen der 1. Säule auf Extensivweiden und ihre Relevanz für den Naturschutz

Abb. 1: Regelungen im Zusammenhang mit Landschaftselementen (wie Hecken und Gehölzen) als Bestandteil der prämienberechtigten Fläche nach VO (EG) 73/2009 und 1122/2009. Erläuterung im Text.

Abstracts

Extensive Weidenutzung bildet das zentrale Naturschutzinstrument zur Erhaltung und Entwicklung vieler nach den Vorschriften der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu schützenden Lebensraumtypen, von High-Nature-Value-Grünland und zur Umsetzung weiterer Schutzziele in Agrarökosystemen. Dabei spielt auch die Prämienfähigkeit im Rahmen der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union eine wichtige Rolle.

Der Beitrag beschreibt vor dem Hintergrund der Kommis­sionsvorschläge für die neue GAP-Förderperiode 2014–2020 und der aktuellen Rechtslage, welche Probleme die extensive Grünlandnutzung in der 1. Säule, den Direktzahlungen, hat. Diskutiert werden das geplante „Greening“, die Definition von Dauergrünland und Grünfutterpflanzen sowie die Rolle von Gehölzen als immanente Bestandteile strukturreicher Weideflächen. Es werden Vollzugsprobleme infolge hohen Bürokratieaufwands, Sanktionsrisiken und verringerter Messtoleranzen bei der Kontrolle identifiziert.

Zur Lösung wird eine neue Flächenkategorie „Landwirtschaftlich genutzte Naturschutzfläche“ definiert, die Bestimmung beihilfefähiger Flächen präzisiert und vorgeschlagen, Gehölze auf Weideflächen aus dem Cross-Compliance-Schutz auszunehmen. Die hohe Bedeutung der Prämienfähigkeit wird aus landwirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Sicht begründet. Exemplarisch wird verdeutlicht, dass hier gesamteuropäische Handlungsrelevanz besteht.

Direct Payments for Extensively Used Pastures and their Relevance for Nature Conservation – Analysis and proposals to adapt the Common Agricultural Policy

Extensive pasturing has been established as a central instrument of nature conservation for the maintenance and development of many habitat types according to the Habitats Directive, ranging from grassland of high-nature value to the implementation of further protection aims. In this context the eligibility for direct payments (“first pillar”) according to the Common Agricultural Policy (CAP) also plays an important role.

Against the background of proposals of the Commission for the new support period 2014–2020 the paper describes the problems of direct payments for extensive meadow cultivation. The study discusses the intended “greening”, the definition of permanent grasslands and herbaceous forage plants as well as the role of trees and shrubs as immanent parts of structurally diverse pastures. The paper identifies enforcement problems resulting from bureaucracy, risks of sanctions and reduced measurement tolerances during controls.

As a solution “agriculturally used nature conservation areas” have been defined as a new category of sites, the identification of eligible sites has been specified, and it has been proposed that trees and shrubs are except from Cross-Compliance protection. The significant importance of the eligibility for payments has been justified both from an agricultural and nature conservation point of view. Using an example the study clarifies that there is European-wide relevance for action.

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Natursportarten verträglich ausüben

Natursportarten verträglich ausüben

Abstracts

In den letzten Jahren hat das Interesse der Bevölkerung an Erholungs- und Natursportaktivitäten stark zugenommen. Daraus ergeben sich zahlreiche Konfliktsituationen mit den Anliegen des Naturschutzes. Die naturverträgliche Ausübung von Erholung und Natursport kann jedoch durch ein abgestimmtes Besuchermanagement, welches auf die verschiedenen Besuchertypen, ihre jeweiligen Motive sowie weitere Merkmale eingeht, unterstützt werden. Insbesondere Informations- und Kommunikationsstrategien kommt hierbei ein hohes Poten­zial zu.

In dem vorliegenden Beitrag wird dieses am Beispiel des Kanufahrens vorgestellt. Die Kanuten auf dem nordbayerischen Mittelgebirgsfluss Wiesent (Fränkische Schweiz) werden anhand ihrer Besuchsmotive in Anlehnung an bestehende Typisierung segmentiert. Die Merkmalsausprägungen von vier verschiedenen ausgewiesenen Kanufahrertypen dienen als Ausgangspunkt für Überlegungen bezüglich typgerechter Kommunikationsstrategien zur Lenkung und Information der Kanuten.

Nature-based Sports and Environmental Compatibility – Applying adapted communication strategies using the example of canooing on the River Wiesent

Over the last years recreation activities and outdoor sports in a natural surrounding have significantly increased. This growing interest has led to numerous conflicts with the requirements of nature conservation. The compatibility of recreation and sports activities in natural surroundings can be supported by an adapted visitor management considering the different types of visitors, their respective motivation and other characteristics. In this context information and communication strategies have a particularly high potential.

In order to illustrate this approach the paper uses the example of canoeing. The canoeists on the river Wiesent in the low mountain range of Northern Bavaria were classified depending on their motivation according to an existing typification. The typical characteristics of four types of canoeists are the base for considerations on adapted communication strateges to steer and inform the canoeists.

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Aufwertung der Agrarlandschaft durch ökologischen Landbau

Abb. 1: Informationsbedarf und Aufgeschlossenheit Unterer Naturschutzbehörden in Niedersachsen für Kompensation mit ökologischem Landbau (n = 30).

Abstracts

Der Beitrag erörtert in zwei Teilen Erfahrungen mit produktionsintegrierter Kompensation und ihre Anwendung im Kontext ökologischer Bewirtschaftung. Das Aufwertungspotenzial der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung für die Leistungs- und Funktionsfähigkeit von Boden und Wasser, für die Habitatqualität von Äckern und Landschaftsstrukturen wird im ersten Teil mit verringerten Stickstoffüberschüssen, negativen Phosphor- und Kaliumbilanzen, verbessertem Kohlenstoffspeicherungspotenzial, Erhöhung der Retentionsleistung und der Biodiversität in Äckern und Feldflur belegt.

Enhancement of the Agricultural Landscape Via Organic Farming – Suitable measure for production-integrated compensation? (Part 1)

The paper is divided into two parts and deals with experiences related to production-integrated compensation and its implementation in the context of organic farming. The first part focusses on the improvements of the ecosystem in converted fields by avoiding pesticides, reducing the levels of nitrogen, potassium and phosphor, by improving carbon sequestration and retention capacity, and by increasing biodiversity on the fields and their surrounding.

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Potenzielle Auswirkungen des Klimawandels

Potenzielle Auswirkungen des

Abstracts

Die Auswirkungen des Klimawandels auf schützenswerte Lebensräume, insbesondere auf das Natura-2000-Netzwerk der Europäischen Union, sind bisher schwer abzuschätzen. Diese Studie stellt eine neue mehrstufige Methode zur Ermittlung der Beeinflussung der Kohärenz von Naturschutznetzwerken in einem sich wandelnden Klima vor. Wir nutzen beispielhaft zwei Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie (trockene Heiden und Eichen-Hainbuchenwald).

Die künftige potenzielle Verbreitung dieser Lebensraumtypen wird für drei Zeitschritte im 21. Jahrhundert berechnet. Nachfolgend wird mit einem omnidirektionalen Ausbreitungsmodell dargestellt, welcher Teil hiervon unter Berücksichtigung des Aufwands, einzelne Lebensräume zu erreichen, auch realisiert werden kann. Zuletzt wird die künftige Kohärenz der Lebensräume mit Hilfe eines graphenbasierten Indexes individuell für die beiden betrachteten Lebensraumtypen und für biogeographische Szenarien (mit und ohne realisierte Ausbreitung) ermittelt.

Eine praktikable Kombination von Umwelthüllenmodellen mit der Graphentheorie wird aufgezeigt. Hiermit können räumlich explizite Informationen zur Bewertung und Priorisierung von Schutzgebieten abgeleitet werden. Durch die Verfügbarkeit sequentieller Karten zu wahrscheinlichen Entwicklungen werden frühzeitig negative Trends aufgezeigt, aber auch proaktiv sich ergebende Optionen für die Entwicklung neuer Schutzgebiete können erkannt und in entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Potential Effects of Climate Change on the Coherence of Protection Area Networks – Concept for the Natura 2000 network in Germany

Impacts of climate change on habitats and especially on the Natura 2000 network of the European Union have proven ­difficult to estimate. In a multistep approach this study has developed a methodology to assess the impacts of climate change on habitat coherence, using the example of two habitat types (“dry heathlands” and “oak-hornbeam forests”) defined by the Habitats Directive.

Potential future distribution of these habitat types has been projected for three time steps during the 21st century. Sub­sequently, an omnidirectional dispersal model is applied under consideration of costs to reach individual habitats in order to identify the potentially reachable areas. Finally, habitat co­herence is calculated for a graph-based index for both habitat types and for biogeographical scenarios (with and without realised dispersal).

The study demonstrates a feasible combination of environmental envelope models with graph theory. Spatially explicit information required for the evaluation and prioritisation of conservation areas can be derived. The availability of maps with sequences of likely habitat development allows not only for an early identification of negative trends but also to pro­actively identify options for the establishment of new conservation areas and for the target-oriented implementation of conservation management.

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